British Academy Film Awards "Herr der Ringe" auf Oscar-Kurs
London - Mit 30.000 Stimmen wurde die Verfilmung des ersten Teils der Roman-Trilogie von J.R.R. Tolkien zum besten Film des Jahres erklärt. Gleichzeitig wurde Peter Jacksons millionenschweres Fantasy-Epos für beste Regie, beste Special Effects, bestes Make-up und beste Frisuren ausgezeichnet. Nach den 13 Oscar-Nominierungen darf man die Londoner Preise getrost als gutes Omen für die Verleihung am 25. März in Los Angeles deuten. Die Awards der British Academy of Film and Television Arts (Bafta) gelten als eine der wichtigsten Indikatoren für die Oscar-Entscheidung.
Als britischer "Film des Jahres" verwies Robert Altmans Murder Mystery "Gosford Park" den Kassenschlager "Harry Potter und der Stein der Weisen" trotz zahlreicher Nominierungen auf die hinteren Plätze. Das Abenteuer um den gewitzten Zauberlehrling ging komplett leer aus. Die französische Filmkomödie "Die fabelhafte Welt der Amélie " wurde in London zwar wegen des besten Screenplays ausgezeichnet, verlor aber in der Kategorie bester ausländischer Spielfilm gegen "Amores Perros" aus Mexiko.
"A Beautiful Mind"-Hauptdarsteller Russell Crowe nahm den Preis als bester männlicher Schauspieler" entgegen und konnte sich gegen Sir Ian McKellen, Kevin Spacey, Tom Wilkinson und Jim Broadbent durchsetzen. Auch hier gilt der Bafta-Gewinn als Vorschau auf die Oscar-Zeremonie.
Bei den weiblichen Darstellern gewann Dame Judi Dench ("Iris") mit Heimvorteil gegen Nicole Kidman ("Moulin Rouge!"), die als Oscar-Favoritin gehandelt wird. Baz Luhrmanns Musical konnte trotzdem drei der begehrten Preise ergattern, für beste Musik, besten Sound und Jim Broadbent als besten Nebendarsteller. Der Preis für die beste weibliche Nebenrolle ging an Jenniffer Connelly für "A Beautiful Mind".