Ché Guevara: Ernesto goes to Hollywood - DER SPIEGEL
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Ché Guevara Ernesto goes to Hollywood

Anfang der fünfziger Jahre unternahm der argentinische Revolutionär Ché Guevara eine Motorradreise durch Südamerika: Jetzt soll der Trip mit Robert Redford als Produzenten verfilmt werden.
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Ernesto "Ché" Guevara war schon eine Legende, bevor er 1967 erschossen wurde. Sein nach wie vor Stoff für Spekulationen bietender Tod machte ihn zu einem der Symbole für die revoltierende Jugend. Das von Alberto Diaz Guiterrez, auch bekannt als Alberto Korda, aufgenommene Foto Ché Guevaras wurde zum Inbegriff für den Kampf für eine bessere Welt - bis es schließlich als Pop-Art auf Plattencovern und in Teenagerzimmern zum Massenprodukt verkam. Che Guevara wurde zu einem persönlichkeitslosen Abziehbild seiner eigenen Ideale. Jetzt soll mit der Verfilmung der "Motorcycle Diaries" des Argentiniers auch der Mensch hinter dem Mythos beleuchtet werden.

1952 hatte sich der damalige Medizinstudent auf eine Motorradfahrt durch Südamerika begeben, und dabei Tagebuch geführt. Wie das französische Magazin "Variety" jetzt berichtete, will der brasilianische Regisseur Walter Salles ("Central Station") von Herbst an in Argentinien, Peru und Chile den Verlauf dieser Reise verfilmen. Robert Redford ist als Produzent beteiligt. Die Verfilmung der Geschichte sei kompliziert, erklärte der Hollywoodstar. Die wahre Person hinter der Legende darzustellen sieht Redford, der demnächst zusammen mit Brad Pitt in dem Film "Spy Game" zu sehen sein wird, als größte Herausforderung.

Angeblich soll sich Ché Guevara erst im Verlauf dieser Motorradreise von einem abenteuerlustigen, jungen Mann zum politischen Rebellen gewandelt haben. Diese Selbstfindung hat er in seinen Tagebüchern festgehalten, über die "The Times" schrieb: "The Kapital meets Easy Rider". Motorradmarke und Darsteller des "Film-Guevaras" sind bis dato leider noch unbekannt.