"Der Unhold" auf SPIEGEL.TV: Wahnwitziger Trip mit politischem Anspruch
Jetzt Kino auf SPIEGEL.TV Schlöndorffs "Der Unhold" kostenlos im Stream
Eine Verfilmung des Romans "Der Erlkönig" von Michel Tournier, bildgewaltig und verstörend: Mit dem Film "Der Unhold" erwies sich Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") 1996 wieder als Mann für anspruchsvolle Literaturverfilmungen.
Hauptfigur Abel ist ein Eigenbrötler schlichten Gemüts, seit seiner Kindheit ist er Außenseiter und den Hänseleien seiner Mitschüler ausgesetzt. Als er sich wünscht, die Schule möge abbrennen und das kurz darauf auch geschieht, ist Abel überzeugt, von der magischen Kraft des Schicksals geleitet zu werden.
Als junger Mann wird er beschuldigt, ein Mädchen missbraucht zu haben - doch der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs rettet ihn vor der Bestrafung. Abel wird Soldat der französischen Armee, gerät in deutsche Kriegsgefangenschaft und landet durch eine Verkettung wundersamer Zufälle auf einem alten Schloss, um Hunderte von Jungen in einer Art Pfadfinderlager auf den Kriegsdienst vorzubereiten. Abel, der sich schon immer zu Kindern hingezogen fühlte, wähnt sich am Ziel seiner Träume.
Gespielt wird der unbedarfte Abel von John Malkovich. In weiteren Rollen spielen Armin Mueller-Stahl, Gottfried John, Marianne Sägebrecht, Volker Spengler und Heino Ferch.
"Der Unhold" können Sie ab sofort bis Montag, 10 Uhr, im Stream auf SPIEGEL.TV sehen. Dort finden Sie auch Dokumentationen passend zum Thema des Films.
Unter dem Namen Kino@SPIEGEL.TV bietet SPIEGEL.TV jedes Wochenende gemeinsam mit alleskino einen deutschen Kinofilm im kostenlosen Stream an. Abrufbar ist der jeweilige Film von Freitag, 16 Uhr, bis Montag, 10 Uhr. Ergänzt wird das Angebot mit Dokumentationen und Reportagen von SPIEGEL TV und den Kooperationspartnern BBC, Vice und NDR, die sich mit den Themen des Films auseinandersetzen. Zu finden sind Kinofilm und Dokumentationen bei SPIEGEL.TV unter der Rubrik "Thema".
In den nächsten Wochen laufen bei Kino@SPIEGEL.TV weitere Kinoproduktionen: der DJ-Szene-Film "Berlin Calling" von Hannes Stöhr, die Anti-Spießer-Komödie "Zur Sache, Schätzchen" (1968) von May Spils, mit einer sehr unangepassten Uschi Glas und Werner Enke in den Hauptrollen, und Lars-Gunnar Lotz' Sozio-Schocker "Schuld sind immer die anderen".