Fluch des "Lone Ranger" Disney und Blockbuster-Bruckheimer trennen sich
Bruckheimer bei einer Disney-Veranstaltung: Schluss nach 25 Jahren
Foto: Ethan Miller / Getty ImagesBurbank - "The Lone Ranger", die Kino-Neuerfindung des in den USA legendären, aber auch reichlich in die Jahre gekommenen Radio- und Fernsehhelden, sollte für die "Fluch der Karibik"-Macher 2013 eine weitere Erfolgsserie begründen. Doch nach immensen Produktionskosten, zum Teil verheerenden Kritiken und einem miserablen Einspielergebnis steht fest: Der Western-Flop soll Disney bis zu 190 Millionen Dollar Miese eingebracht haben.
Als Konsequenz endet eine 25 Jahre währende Erfolgsgeschichte: Disney und Produzent Jerry Bruckheimer ("Armageddon", "Pearl Harbour") werden im kommenden Jahr ihren Vertrag auslaufen lassen, der dem Entertainment-Riesen bisher eine Art Erst-Zugriffsrecht auf neue Projekte des Produzenten zusicherte. Der 67-Jährige hatte in dem gemeinsamen Vierteljahrhundert mit Disney 27 Filme auf die Leinwand gebracht, darunter die besagte "Fluch der Karibik"-Reihe, die weltweit mehr als 3,7 Milliarden Dollar (zurzeit etwa 2,7 Milliarden Euro) einspielte.
Top-Produzent Jerry Bruckheimer: Der Millionen-Margen-Mann
Nach dem Flop des Westerns "The Lone Ranger", in dem Hauptdarsteller Johnny Depp glücklos als eine Art Wild-West-Version seines Captain Jack Sparrow auftritt, wird auch die Piraten-Saga auf Halt gesetzt: Disney kündigte bereits an, den für 2015 geplanten Start des fünften Teils auf ein unbekanntes Datum zu verschieben. Bei den laufenden Filmreihen wie "Fluch der Karibik" oder "National Treasure" wolle man aber weiter mit Bruckheimer zusammenarbeiten.