"Dr. Strange"-Verfilmung Cumberbatch wird Marvels Supermagier
Schauspieler Cumberbatch: Erste Wahl für genialische Figuren
Foto: Hannah Yoon/ ASSOCIATED PRESSLos Angeles - "Dr. Strange" wird erst im Juli 2016 ins Kino kommen, aber schon seit Monaten ranken sich Gerüchte um die Besetzung der prestigereichen Hauptrolle: Stephen Strange, einst renommierter Chirurg, ist der "Sorcerer Supreme", der oberste Magier im Marvel-Universum der Comichelden, was bedeutet, dass er es mit einer ganzen Reihe dämonischer Gestalten, Monstren und Übersinnlichkeiten zu tun hat. Erfunden wurde die exzentrische Gentleman-Figur mit dem markanten Bart und dem wehenden Umhang 1963 von Stan Lee und Zeichner Steve Ditko.
Nachdem bereits Joaquin Phoenix, Ryan Gosling, Justin Theroux, Tom Hardy, Ethan Hawke, Keanu Reeves und sogar Johnny Depp im Gespräch waren, berichten US-Branchenmedien nun, dass "Sherlock"-Star Benedict Cumberbatch den Zauberer spielen soll und sich zurzeit in Verhandlungen mit Marvel befindet. Regie führt Horrorfilm-Spezialist Scott Derrickson ("Sinister").
Erst mal die Oscars, dann die Magie
Für Cumberbatch ist der Part des Dr. Strange ein weiterer charismatischer Charakter mit genialischen Zügen, ein Rollenmuster, zu dem der 38-jährige Brite immer wieder zurückzukehren scheint. Neben seiner Rolle als Meisterdetektiv Holmes war Cumberbatch bereits als enigmatischer Wikileaks-Gründer Julian Assange und rachsüchtiger "Star Trek"-Fiesling Khan zu sehen. In Peter Jacksons "Hobbit"-Trilogie spricht er den unheimlichen Drachen Smaug. Was läge da näher als ein Supermagier, der es mit den übersinnlichen Kräften des Bösen aufnehmen muss?
Zunächst ist Cumberbatch jedoch auf dem besten Wege, seine erste Oscar-Nominierung zu erhalten: Im Historiendrama "The Imitation Game" (Start im Januar 2015) verkörpert er den englischen Mathematiker Alan Turing, dem es gelingt, die deutsche Codierungs-Maschine Enigma zu knacken.
Für Marvel ist ein etablierter Star wie Cumberbatch eine eher ungewöhnliche Wahl, nachdem das Studio in der Vergangenheit prominente Comicfiguren eher mit unbekannteren Darstellern oder Newcomern besetzt hat - mit Ausnahme von Robert Downey Jr. als Iron Man. Ebenso wie der Eisenmann ist Dr. Strange jedoch ein Marvel-Charakter aus der zweiten Reihe und der Masse eher unbekannt, da kann es vielleicht nicht schaden, Cumberbatchs Fangemeinde zusätzlich zum Comicpublikum auf seiner Seite zu wissen.