FBI-Warnung Hollywood in Alarmbereitschaft
Die Warnung des FBI erging am Donnerstag an alle großen Hollywood-Studios: Einer der Entertainment-Fabrikanten könnte nach neuesten Erkenntnissen der Bundespolizei zum Opfer eines neuen Terror-Anschlags werden. Ein vager Hinweis mit großer Wirkung: Laut einem Bericht des Branchenmagazins "Variety" wurden die riesigen Studio-Komplexe im Glamour-Viertel von Los Angeles in Hochsicherheitsbereiche verwandelt. Nebeneingänge wurden verriegelt, Betonbarrikaden aufgestellt; touristische Studio-Touren wurden zum großen Teil bis auf weiteres abgesagt.
"Das FBI warnte die Filmstudios vor einem möglichen Vergeltungsschlag im Falle eines Angriffs der USA auf potenzielle Terroristen-Nester in Afghanistan", bestätigte Chery Mimura, eine Sprecherin der Bundespolizei laut "Variety". Die Drohung scheint glaubhaft und daher ernst zu nehmend zu sein, so Mimura.
Nach den eilig erlassenen Sicherheitsrichtlinien gibt es bei den großen Studios 20th Century Fox, Sony Pictures Entertainment, Disney, Universal Pictures und Warner Bros. nur noch einen Zugang auf die jeweiligen Gelände, das Sicherheitspersonal wurde verstärkt und bewaffnet. Trotzdem bemühe man sich um die Aufrechterhaltung eines "normalen Arbeitsablaufs".
Doch die Angst vor Anschlägen sitzt tief. Bei Warner Bros. wird jedes ankommende Paket durchleuchtet, jedes firmenfremde Fahrzeug durchsucht. Am Personen-Eingang wurde sogar ein Metalldetektor installiert, obwohl in einem offiziellen Rundbrief ohnehin schon von persönlichen Geschäftsmeetings auf dem Gelände abgeraten wurde. Man solle stattdessen Video-Konferenzen veranstalten.
Nur bei Universal Studios will man sich noch nicht vollständig der Angst unterwerfen: Der ebenso publikumsträchtigen wie profitable Themenpark, der dem Studiokomplex benachbart ist, bleibt vorerst geöffnet.