Golden Globes: Der Herr der Preise - DER SPIEGEL
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Golden Globes Der Herr der Preise

Gute Aussichten für die Oscars: Peter Jacksons "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" ging als bestes Drama aus der Verleihung der Golden Globes hervor. Sofia Coppolas "Lost In Translation" gewann drei der begehrten Filmpreise. Die deutsche Komödie "Good bye, Lenin!" ging leer aus.
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Los Angeles - "Die Rückkehr des Königs", Abschluss der "Herr der Ringe"-Trilogie, wurde zum besten Film 2003 in der Kategorie Drama gekürt und konnte insgesamt vier Preise verbuchen, darunter auch den für den neuseeländischen Regisseur Peter Jackson.

Als große Überraschung gelten die drei Auszeichnungen für Sofia Coppolas "Lost in Translation". Die Tochter des berühmten "Pate"-Regisseurs Francis Ford Coppola wurde für ihr Drehbuch zu der lakonischen Komödie über zwei Amerikaner in Tokio geehrt, die auch den Golden Globe als bester Film in der Kategorie "Komödie/Musical" errang. Bill Murray gewann in derselben Kategorie als bester Darsteller.

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Golden Globes 2004: Tanz um den goldenen Globus

Foto: AP

Oscar-Geheimfavorit "Cold Mountain" von Anthony Minghella konnte hingegen trotz achtfacher Nominierung nur eine Auszeichnung ergattern - Renée Zellweger gewann als beste Nebendarstellerin in der Kategorie "Drama". Sean Penn und Tim Robbins bekamen Preise für ihre schauspielerischen Leistungen in Clint Eastwoods düsterem Thriller "Mystic River", bei den weiblichen Darstellerinnen siegten Charlize Theron ("Monster") und Diane Keaton ("Was das Herz begehrt").

Ohne Auszeichnung blieb Wolfgang Beckers Ostalgie-Komödie "Good Bye,Lenin!". Der deutsche Kinohit konnte sich nicht gegen "Osama" durchsetzen, den ersten afghanischen Film seit dem Ende des Taliban-Regimes. Die mit US-Geldern finanzierte Produktion von Regisseur Saddiq Barmak triumphierte als bester ausländischer Film.

Der Golden Globe wird von den rund 90 Mitgliedern der Hollywood-Auslandspresse (HFPA) verliehen. Die Auszeichnung gilt traditionell als wichtigster Gradmesser für die Oscar-Verleihung, deren Nominierungen am Dienstag bekannt gegeben werden.

Anders als der Oscar wird der Golden Globe auch für Fernsehfilme und -serien verliehen. So erhielt die Hauptdarstellerin aus "Sex and the City", Sarah Jessica Parker, die Auszeichnung als beste Comedy-Schauspielerin. Gleich fünf Preise der Hollywood-Auslandspresse gingen an die TV-Miniserie "Angels in America", darunter auch an die Stars Al Pacino und Meryl Streep. Als beste Drama-Serie wurde die Echtzeit-Action-Serie "24" ausgezeichnet. Hauptdarsteller Kiefer Sutherland gewann ebenfalls einen Golden Globe.

Der Schauspieler und Produzent Michael Douglas wurde mit dem "Cecil B.DeMille Award" für sein Filmschaffen geehrt. Sein Vater, der Leinwandveteran Kirk Douglas, hatte die gleiche Auszeichnung 1968 erhalten.

Nach Angaben des US-Fernsehsenders NBC waren bei der Übertragung der Gala-Show 250 Millionen Zuschauer in 130 Ländern live dabei.