Trauer um Dumbledore-Darsteller Gambon »So viel Wärme. Und Unfug an jedem Drehtag«
Sir Michael Gambon ist tot. Der britische Schauspieler starb im Alter von 82 Jahren. Internationale Berühmtheit erlangte er durch die Rolle des Albus Dumbledore im »Harry Potter«-Franchise, als mächtiger Zauberer und fürsorglicher Schulleiter. Dieses Foto zeigt ihn auf einer Premiere im Jahr 2011.
Gambon als Dumbledore neben der Hauptfigur der Filme, Harry Potter, gespielt von Daniel Radcliffe. Teile des Casts gedenken Gambons öffentlich, darunter auch Radcliffe.
Mary Evans Picture Library / Ronald Grant / IMAGO
In einem Statement erklärte Radcliffe laut BBC, Gambon sei einer der brillantesten und unbeschwertesten Schauspieler gewesen, mit denen er zusammengearbeitet habe. »Trotz seines großen Talents wird mir am meisten in Erinnerung bleiben, wie viel Spaß er an seinem Job hatte«, erklärte Radcliffe demnach.
Gemeinsam mit Emma Watson (Mitte als Hermine Granger) und Rubert Grint (r. als Ron Weasley) bildete Radcliffe in den sieben Filmen ein Trio im Kampf gegen die dunkle Magie. Auch Watson und Grint äußerten sich öffentlich zum Tod von Gambon.
Watson schrieb in ihrer Instagram-Story: »Du hast es nie zu ernst genommen, aber es irgendwie geschafft, die ernstesten Momente mit aller Gravitas zu füllen.«
Für Grint sei Gambon ein »persönliches Vorbild« gewesen. Gambon habe »so viel Wärme und Unfug in jeden Drehtag gebracht«, wie Grint bei Instagram schrieb .
Als Fred und George Weasley spielten James Phelphs (l.) und Zwillingsbruder Oliver (spielte George Weasley) ein freches und zu Scherzen aufgelegtes Zwillingspaar – mit einem Augenzwinkern geduldet von Schulleiter Dumbledore.
James Phelps bezeichnete Gambon bei X als Legende vor und abseits der Kamera. In einer kleinen Erinnerung zeichnete Phelps das Bild eines Schauspielers, der sich um seine jungen Kollegen kümmerte und ihnen Tipps gab.
Als Todesser Lucius Malfoy (l.) spielte Jason Isaacs einen Gegenspieler Dumbledores, hier mit Rollensohn und Harry-Potter-Dauerfeind Draco Malfoy.
Als Schauspielkollege hat Isaacs nur Respekt für Gambon. In der britischen Serie »The Singing Detective« habe er von Gambon gelernt, »was Schauspielerei sein kann – komplex, verletzlich und absolut menschlich«, schrieb Isaacs bei X . »Der größte Nervenkitzel an den Potter-Filmen war, dass er meinen Namen kannte und seinen unverschämten, schmutzigen Sinn für Humor mit mir teilte.«
Als unsympathische Tante Petunia (r.) schaffte es Fiona Shaw, eine ganze Generation von Harry-Potter-Fans gegen ihre Rolle aufzubringen. Petunia lobbyierte dagegen, dass Harry nach Hogwarts unter Schulleiter Dumbledore darf.
Gegenüber der BBC sprach Shaw davon, dass Gambon seine Karriere »auf bemerkenswerte Weise variiert« habe. Gambon habe »nie bewertet, was er tat, er hat einfach nur gespielt«. Er sei ein »Trickbetrüger« gewesen, einer mit Text. »Es gab niemanden wie ihn. Er konnte alles machen.«
Mit ihren Büchern schuf J.K. Rowling, die wegen ihrer Äußerungen zu trans Menschen seit Jahren in der Kritik steht, das »Harry Potter«-Universum – und auch den Charakter, durch den Gambon internationale Berühmtheit erlangte. Bei X würdigte sie einen »wundervollen Mann« und einen »herausragenden Schauspieler«.