Hollywood Sharon Stone dreht "Basic Instinct 2"
Als Paul Verhoevens Thriller "Basic Instinct" 1992 in die Kinos kam, verlor der Eispickel endgültig seine Unschuld: Das eigentlich praktische Utensil ließ sich kaum mehr anders wahrnehmen denn als Mordinstrument, mit dem coole Frauen heißblütigen Typen den Garaus machen. Ob Sharon Stone, Star des umstrittenen und enorm erfolgreichen Films, allerdings die Killerin war, die ihre Liebhaber perforiert am Tatort zurückließ, blieb offen.
Fest steht jetzt jedoch, dass es einen zweiten Teil geben soll, inklusive Stone als geheimnisvolle Schriftstellerin, die Männer wahlweise verzaubert oder vernichtet. Dem Projekt war ein dreijähriger Rechtsstreit vorausgegangen, den Stone mit Andy Vajna und Mario Kassar geführt hatte. Die beiden Produzenten hatten Stone nach eigenen Angaben 14 Millionen Dollar zugesagt, selbst wenn der Film nicht gedreht würde.
Die Filmarbeiten hatten eigentlich bereits im Jahr 2000 beginnen sollen, allerdings ohne Douglas und Verhoeuven, die, wie der Nachrichtensender CNN berichtet, von Anfang an nicht miteinander ausgekommen waren. Mehrere Regisseure waren über die Jahre für das Sequel verpflichtet worden, darunter Action-Spezialist John McTiernan ("Die Hard"), der aber abgesprungen war, nachdem Stone ihren Co-Star Benjamin Bratt abgelehnt hatte.
Jetzt soll Michael Caton-Jones das Ruder übernehmen. Der schottische Regisseur gilt als Routinier, der sich mit Thrillern wie "Der Shakal", dem Historienfilm "Rob Roy" und dem Kriegsdrama "Memphis Belle" einen Namen gemacht hat.