Internet-Ente Doch keine "Matrix"-Fortsetzung
Keanu Reeves in "Matrix Reloaded": Eine Fortsetzung der Filmreihe wird es nicht geben.
Foto: Warner Bros. / ddp imagesHamburg - Die Nachricht, die der US-amerikanische Newsblog "Ain't It Cool News" streute, klang detailliert und wohlinformiert: Am Sonntag hatte Blogger "El Nino" berichtet, er habe in der "London School of Performing Arts" einen Vortrag von Keanu Reeves gehört. Im anschließenden Gespräch mit den Schauspielschülern habe Reeves verraten, dass er mit den Regisseuren Lana und Andy Wachowski an zwei Fortsetzungen der "Matrix"-Filmreihe arbeite. Die Meldung ging um den Globus - auch SPIEGEL ONLINE berichtete.
Bloß: Sie ist eine Ente. Es gibt keine "London School Of Performing Arts". Und ein Sprecher der "London International School of Performing Arts", die gemeint gewesen sein könnte, hat erklärt, das Keanu Reeves dort niemals zu Gast gewesen sei. Auch der Agent des Schauspielers dementiert, dass es Pläne für eine Fortsetzung der Science Fiction-Reihe mit Reeves in der Hauptrolle gibt.
Was aber ist der Hintergrund des Internet-Scherzes? Hat da ein Blogger ein paar blaue Matrix-Pillen eingeworfen und sich in eine virtuelle Welt katapultiert, in der auch Sequels ausgelutschter SF-Formate möglich sind? Oder ist das Ganze ein Coup von Matrix-Fans, die weitere Teile sehnsüchtig erwarten? Die überwiegende Reaktion in den Blogs und den Kommentaren zur Matrix-Ente lassen vermuten, dass die Fans, die sich eine Fortsetzung wünschen, in der Minderheit sind. "Oh bitte nicht!" schreibt ein Kommentator. "Das wäre, als würde man eine tote Kuh melken."