Leinwandstürmer Erfolgreichstes Kinojahr seit zwei Jahrzehnten
Berlin - Die gute Besucherbilanz verdankten die Kinos nicht zuletzt Streifen wie "Star Wars" und "Notting Hill", teilte die Filmförderungsanstalt (FFA) in ihrer Kinojahresbilanz für 1999 am Dienstagabend in Berlin mit. Die Besucherzahlen in Ost- und Westdeutschland hätten sich mittlerweile entsprechend der Bevölkerungszahl angeglichen.
Im Jahr 1998 waren 148,9 Millionen Kinobesucher gezählt worden. 1999 war auch der deutsche Film wieder stark im Aufwind: Sein Marktanteil konnte sich mit 14 Prozent und fast 20 Millionen Besuchern (gegenüber 9,5 Prozent und 13,5 Millionen im Jahr davor) deutlich steigern.
Die hohe Besucherzahl in Deutschland geht vor allem auf die 478 neuen Kinosäle zurück, während gleichzeitig eine erhebliche Anzahl herkömmlicher Filmtheater, aber auch Großkinos früherer Baujahre, Besucherverluste hinnehmen mussten. Der in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegene Umsatz der Kinos wurde 1999 allerdings gebremst. Zum ersten Mal seit zehn Jahren lag die Bilanz mit einem Minus von 1,2 Prozent (rund 20 Millionen Mark) bei 1,58 Milliarden Mark und damit unterhalb der Besucherzuwachsrate.
Die Besucherzahl 1999 wurde ohne einen Super-Kassenmagneten wie "Titanic" erreicht. US-Hits wie "Star Wars: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung" (7,9 Millionen Besucher), "Notting Hill" (5,4 Millionen) und "Die Mumie" (4,9 Millionen) sorgten für den neuerlichen Besucheransturm.
Zur deutlichen Erhöhung des deutschen Marktanteils trugen vor allem "Besuchermillionäre" wie die Filme "Asterix und Obelix gegen Cäsar" (3,6 Millionen Besucher), "Werner - Volles Rooäää!!" (2,8 Millionen), "Pünktchen und Anton" (1,7 Millionen) sowie "Aimée und Jaguar" (1,2 Millionen) bei, aber auch die Überraschungserfolge "Sonnenallee" (1,7 Millionen) und "Buena Vista Social Club" mit 890.000 Besuchern im Jahr 1999.