Netflix Panama Papers werden verfilmt
Die panamaische Anwaltskanzlei Mossack-Fonseca
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpaDie Geschichte um die Enthüllungen der sogenannten Panama Papers soll verfilmt werden. Und das gleich mehrmals. Die Streaming-Plattform Netflix hat sich die Rechte zur Verfilmung des Buches "Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung" gesichert. Autoren sind Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, sie waren die ersten und einzigen Journalisten, die direkt mit dem Whistleblower John Doe in Kontakt standen.
Die Panama Papers hatten im Frühjahr Schlagzeilen gemacht. In den mehr als 11,5 Millionen Dokumenten der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack-Fonseca fanden sich zahlreiche Belege für undurchsichtige Geschäfte teilweise prominenter Persönlichkeiten mit Offshorefirmen. An der Auswertung beteiligten sich mehr als 400 Journalisten in 80 Ländern.
Netflix-Chef Ted Sarandos sagte der Presseagentur PA, er sei zuversichtlich, "dass wir eine packende Geschichte erzählen können, die eine ähnliche Wirkung entfaltet wie die Panama Papers, als sie zum ersten Mal auf den Titelseiten erschienen". Umsetzen soll das Projekt die Produktionsfirma des US-Filmemachers John Wells.
Warum er sich an ein so kompliziertes Thema heranwagt, erklärte Sarandos gegenüber dem britischen Guardian : Der Erfolg von Filmen wie "The Big Short" über die Immobilienblase in den USA oder der Enthüllungsgeschichte "Spotlight" würde zeigen, dass das Publikum Lust auf Geschichten hätte, die aktuelles Zeitgeschehen erklären würden.
Doch Netflix sind nicht die einzigen, die planen, die Enthüllungsstory zu verfilmen. Anfang des Monats hatten Medien über Pläne des amerikanischen Filmregisseurs und -produzenten Steven Soderbergh für einen Film über die Panama Papers berichtet. Grundlage dafür soll ein Buch des US-Journalisten Jake Bernstein sein, das aber noch nicht veröffentlicht wurde. Auch Bernstein war an der Veröffentlichung der Panama Papers beteiligt.