Oscar-Verleihung: Demonstranten unerwünscht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Oscar-Verleihung Demonstranten unerwünscht

Den Veranstaltern der am Sonntag stattfindenden Oscar-Verleihung liegt viel daran, ihr glamouröses Event störungsfrei ablaufen zu lassen. Demonstranten - egal ob für oder gegen den Krieg im Irak - sollen mit Straßensperren und massiver Polizei-Präsenz vom Ort des Geschehens ferngehalten werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Los Angeles - Laut einem Bericht der "Los Angeles Times" hatten sich rund 2000 Kriegsgegner angekündigt, die am 23. März, dem Tag der 75. Oscar-Verleihung, vor dem Kodak Theatre am Hollywood Boulevard demonstrieren wollen. Für genügend öffentliche Aufmerksamkeit wäre gesorgt, denn während die Stars über den roten Teppich in die Festhalle flanieren, ist das Aufgebot der Fernsehteams und Journalisten traditionell hoch.

Diese Pläne werden jedoch von den Veranstaltern der prestigeträchtigen Show durchkreuzt. Laut "Times" wird das L.A. Police Department die Demonstranten schon einige Straßenblöcke vom Kodak Theatre entfernt abfangen und dort festhalten. Zu diesem Zweck wurde ein ganzer Streckenabschnitt des Hollywood Boulevards bereits am Montag für jeglichen Verkehr gesperrt - nicht nur, um ausdauernde Demonstranten in Schach zu halten, sondern auch, um Vorkehrungen für die zahlreichen Presse-Bühnen und Technik-Stationen zu treffen. Die Sicherheits-Standards seien in diesem Jahr höher als zuvor, zitiert die "Times" einen Polizeisprecher. Metalldetektoren sollen an den Bürgersteigen aufgestellt werden, der Bereich, aus dem die Öffentlichkeit vor Ort der Teppich-Zeremonie zusehen kann, sei streng limitiert und werde mit zahlreichen Polizei-Kräften gesichert.

Auch eine kleine Gruppe Kriegsbefürworter hat sich offenbar angekündigt, um am Oscar-Sonntag vor dem Kodak Theatre zu demonstrieren. Sie sollen laut Aussage des Polizei-Sprechers von den Anti-Kriegsprotestlern ferngehalten und noch weiter von der Zeremonie entfernt platziert werden, als die Friedens-Demonstranten.

Mehr lesen über