Der Oscar-Newsblog Dieser Preis ist viel zu weiß
Zum 88. Mal gingen in Los Angeles die Oscars über die Bühne. Diesmal dominierte kein Film, kein großer Abräumer den Abend - sondern die Debatte über Rassismus in der Filmbranche. Hier das Minutenprotokoll zum Nachlesen.
Oscar-Show 2016: Wo sind die schwarzen Schauspieler, Regisseure, Preisträger?
Foto: Mark Ralston / AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
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Enrico Ippolito
Aus Los Angeles berichtete unser Korrespondent Marc Pitzke, aus Berlin Hannah Pilarczyk und Andreas Borcholte sowie Patricia Dreyer, Enrico Ippolito, Gesa Mayr, Ayla Mayer und Eva Thöne in Hamburg.
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Andreas Borcholte
"Black Lives Matter", ruft Chris Rock noch schnell in den Saal, dann ist's auch schon wieder vorbei. Und zu den Abschlussbildern läuft Public Enemys "Fight The Power".
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Hannah Pilarczyk
So sieht es am Ende des Abends für die vier großen Favoriten aus
"Mad Max: Fury Road" 6
"The Big Short" 1
"Spotlight" 2
"The Revenant" 2
"Mad Max: Fury Road" 6
"The Big Short" 1
"Spotlight" 2
"The Revenant" 2
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Hannah Pilarczyk
Ein sehr schöner Abschluss des Abends! Und auch ein politischer - eine Dankesrede mit Botschaft für den Vatikan, der mehr für die Opfer von Missbrauch in der katholischen Kirche tun soll.
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Marc Pitzke
Wow. Da brechen natürlich auch die Journalisten hier in Jubel und Beifall aus - der Oscar für "Spotlight" ist irgendwie ja auch ein Auszeichung für unsere malträtierte Branche.
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Andreas Borcholte
"Spotlight" ist bester Film des Jahres!
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Hannah Pilarczyk
Es steht schon fest: "Mad Max: Fury Road" ist der erfolgreichste Film bei den Oscars 2016. Aber ist er auch der beste? Nun geht es an die Königskategorie: Best Feature Film! "The Revenant" ist Favorit, doch "Spotlight" hätte noch etwas mehr Liebe verdient. Und "The Big Short"? Könnte auch noch eine Statue verdienen.
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Andreas Borcholte
Igitt. Meine Droge sind ja eher Jaffa Cakes.
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Hannah Pilarczyk
Hahaha! Leo hat ihn endlich!
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Andreas Borcholte
1993 wurde er für “Gilbert Grape” zum ersten Mal nominiert, damals noch mit einer Nebenrolle. Jetzt hofft Leonardo DiCaprio mit seiner fünften Nominierung endlich den Oscar als bester Hauptdarsteller zu gewinnen. Verdient hat er ihn seit mindestens 20 Jahren, darüber ist sich die Branche eigentlich einig. In "The Revenant" schindet er sich noch mal richtig, um die Academy zu beeindrucken, kämpfte mit einem Schauspieler im Bärenkostüm, nächtigte in einem Pferdekadaver und schwamm durch eiskaltes Wasser, und so weiter.
Wer könnte ihm gefährlich werden? Zuletzt wurde viel über “Breaking Bad”-Liebling Bryan Cranston (1. Nominierung) spekuliert, der in “Trumbo” den in der McCarthy-Ära verfolgten Drehbuchautor Dalton Trumbo spielt. Aber auch Michael Fassbender (2. Nominierung) als Steve Jobs und Matt Damon (2. Nominierung als bester Hauptdarsteller) als “Marsianer” waren großartig – ganz zu schweigen von Eddie Redmayne, der in “The Danish Girl” einen Transsexuellen spielt. Der Brite gewann allerdings gerade erst letztes Jahr den Oscar.
Wer könnte ihm gefährlich werden? Zuletzt wurde viel über “Breaking Bad”-Liebling Bryan Cranston (1. Nominierung) spekuliert, der in “Trumbo” den in der McCarthy-Ära verfolgten Drehbuchautor Dalton Trumbo spielt. Aber auch Michael Fassbender (2. Nominierung) als Steve Jobs und Matt Damon (2. Nominierung als bester Hauptdarsteller) als “Marsianer” waren großartig – ganz zu schweigen von Eddie Redmayne, der in “The Danish Girl” einen Transsexuellen spielt. Der Brite gewann allerdings gerade erst letztes Jahr den Oscar.
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Hannah Pilarczyk
Wow, die ist mal aufgeräumt und cool! Das kommt wohl davon, wenn man seit Monaten als Favoritin gehandelt wird.
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Andreas Borcholte
Ich meinte das als erzieherische Maßnahme für dich, Marc.
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Andreas Borcholte
Brie Larson! Erste Nominierung, gleich gewonnen. Sehr verdient.
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Marc Pitzke
Zweimal, Andreas. Nicht 200-mal.
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Hannah Pilarczyk
Die beste Hauptdarstellerin will gekürt werden. Hier ist Brie Larson die Favoritin. Die 26-Jährige ist auch in ihrer Heimat, den USA, noch relativ unbekannt. Doch ihr Film „Raum“, der auch als bester Film nominiert ist, rührt zu Tränen: Larson spielt darin eine junge Frau, die seit ihrem 17. Lebensjahr von einem Triebtäter in einem hermetisch abgeriegelten Gartenschuppen gefangen gehalten wird und in dieser Zeit einen kleinen Jungen bekommen hat. In der Hamburger Pressevorführung, in der ich saß, hat es bei der Schlüsselszene die gesamte Kollegenschaft zerrissen (mich inbegriffen). Schwer vorstellbar, dass die Academy nicht ihren Tränendrüsen folgt und Larson auszeichnet.
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Andreas Borcholte
Alejandro González Iñárritu. Jetzt schreibst du es 200-mal, Marc!
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Marc Pitzke
Iñárritu: "Die Farbe deiner Haut wird so irrelevant werden wie die Länge deiner Haare." Dies sind die politischsten Oscars, die ich seit Langem erlebt habe, und nicht nur wegen #OscarsSoWhite: Frauen, Latinos, Schwarze, Vergewaltigungsopfer... Eine Reflexion unserer Zeiten?
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Ayla Mayer
Was für ein Moment: Brie Larson umarmt jedes einzelne Missbrauchsopfer nach Lady Gagas Performance. Als die Kameras aus waren, wohlgemerkt.
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Chris Gardner
Then best actress fave Brie Larson gets up, hugs each, every one. #Oscars
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Marc Pitzke
Das Orchester versucht, ihn mit dem "Ritt der Walküre" von der Bühne zu spielen!
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Marc Pitzke
Das Studio hat auch eine der massivsten Oscar-Kampagnen für "The Revenant" gefahren. Es gibt keinen mehr, der nicht weiß, wie schwierig die Dreharbeiten in Kanada und Argentinien waren. So kalt! So dunkel!
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Marc Pitzke
"The Revenant" 2
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Marc Pitzke
Na also.
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Hannah Pilarczyk
"Mad Max: Fury Road" 6
"The Big Short" 1
"Spotlight" 1
"The Revenant" 1
"The Big Short" 1
"Spotlight" 1
"The Revenant" 1
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Marc Pitzke
Und jetzt: Regie. Der geht bestimmt an Alejandro González Iñárritu.
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