Oscars 2017 Hätte David Lynch "La La Land" gedreht...
"La La Land"
Foto: StudiocanalDer Oscar! Der wichtigste Filmpreis der Welt! Echte Cinephile rollen bei dieser Behauptung natürlich mit den Augen. Dass der Oscar aber die glamouröseste Auszeichnung ist und die, über die am meisten geredet wird - dazu dürfte es keine zwei Meinungen geben. Und wie sich Hollywood gegen Donald Trump positioniert, verleiht der Veranstaltung in diesem Jahr noch richtig Würze.
Einstimmen auf die Nachtschicht kann man sich mit zwei Videos, die sich über die nominierten Filme lustig machen. Vom YouTube-Channel "Screen Junkies" kommt der Zusammenschnitt "Honest Trailers" mit allen Nominierungen für den besten Film und einem sehr witzigen Kommentar.
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Über den Thriller "Hell and High Water" heißt es da etwa: "Ein Film, der so geradeaus ist und so natürlich, dass er ohnehin keine Chance hat, wirklich einen Oscar zu gewinnen." Und zu Denzel Washingtons "Fences": "Basiert auf einem Theaterstück. Das Einzige, was sich bewegt, ist der Müllwagen am Anfang. Danach sitzen alle in einem Haus herum und reden die ganze Zeit."
Natürlich kommt am Ende auch Donald Trump zu Wort. Und natürlich via Twitter! Zu den Aliens in "Arrival" meint er: "Immigranten." Zu dem kleinen Inder in "Lion": "Potenzieller Terrorist." Zu der Geschichte von "Hidden Figures": "Alternative Fakten".
Mit 14 Nominierungen liegt das Tanzmusical "La La Land" weit vorn und könnte ganz groß abräumen. Was in "Honest Trailers" so quittiert wird: "Bestes Drehbuch? Na ja. Beste Kostüme? Wie bitte? Die tragen alle einfach Kleidung!"
Die Kollegen vom Channel "Cinefix" nahmen die Rekord-Nominierung zum Anlass, den Trailer von "La La Land" ein wenig zu manipulieren und daraus einen David-Lynch-Thriller zu machen. Das geht nicht? Das geht:
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Das unheimliche Keyboard aus "Twin Peaks" legt sich über die Bilder, die Farben verhuschen ins Düstere, und schon ist es vorbei mit fröhlicher Musical-Stimmung. Es wird rückwärts gesprochen, ein roter Vorhang taucht auf und ein Untertitel mahnt: "Nichts ist, wie es scheint." Wäre David Lynch nicht gerade mit seiner "Twin Peaks"-Neuauflage beschäftigt - man könnte meinen, er habe endlich verdient Aussichten, Sonntagnacht zum Oscar-König zu werden.
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