"Ya se puede hablar español en los Oscars" Spanisch war 2019 zweite Oscar-Amtssprache
Diego Luna (l.)
Foto: Kevin Winter / AFPDer mexikanische Schauspieler Diego Luna hielt in diesem Jahr eine ganz besondere Rede bei den Oscars - nicht nur inhaltlich, vor allem sprachlich. Denn Teile seines Monologs waren auf Spanisch - der Sprache der Immigranten, der Sprache, die 45 Millionen Menschen in den USA sprechen.
"Ya se puede hablar español en los Oscars", sagte Luna: "Es ist jetzt möglich, Spanisch bei den Oscars zu sprechen." Und weiter: "Sie haben endlich die Türen für uns geöffnet - und wir gehen nicht mehr weg." Ein starkes politisches Statement in einer Zeit, in der US-Präsident Trump sein Land gegen Immigration aus dem Süden abschotten will und den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko plant.
Auf dem roten Teppich sagte Luna: "Ich höre überall Spanisch, und das ist wunderbar. Als ich das erste Mal mit Gael García Bernal hier war, wollte uns niemand interviewen. Die Dinge ändern sich."
Diego Luna is happy to "be hearing Spanish all around" at the #Oscars https://t.co/WhSOCagufD pic.twitter.com/r7GoYMHyX5
— Variety (@Variety) February 24, 2019
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Auch der spanische Schauspieler Javier Bardem gab auf Spanisch ein politisches Statement ab, als er den Gewinner des besten fremdsprachigen Films ankündigte: "No hay fronteras, no hay muros que frenen el ingenio y el talento." Übersetzt: "Es gibt keine Grenzen, keine Mauern, die Einfallsreichtum und Talent aufhalten können."
Den Preis gewann "Roma", einem Drama mit spanischen Dialogen. Dessen Regisseur Alfonso Cuarón bedankte sich artig ebenfalls auf Spanisch: "Muchas gracias a Lido, muchas gracias a México!", sagte er. Lido ist der Name seines Kindermädchens, dem er mit seinem Film Respekt zollt.