Regisseur Bryan Singer: Superman statt X-Men - DER SPIEGEL
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Regisseur Bryan Singer Superman statt X-Men

Der vierte Mann: "X-Men"-Regisseur Bryan Singer übernimmt die Neuverfilmung des "Superman"-Comics. Zuvor hatten sich bereits Tim Burton, Brett Ratner und McG an dem schwierigen Projekt versucht.
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Los Angeles - Kein Glück mit "Superman". Wie das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtet, hat sich das Studio Warner Bros. mit dem "Charlie's Angels"-Regisseur McG (bürgerlich: Joseph McGinty Nicol) über das Budget der seit Jahren geplanten Neuverfilmung der Comichelden-Saga entzweit. Einspringen soll nun Bryan Singer, 39, der mit seinen beiden erfolgreichen "X-Men"-Filmen ein gutes Händchen im Comic-Genre bewiesen hat.

Singer habe schon lange davon geträumt, einen Superman-Film zu drehen, lässt Warner stolz vermelden. "Ich habe das Gefühl, dass es langsam Zeit wird, Superman wieder fliegen zu lassen", zitiert der "Reporter" den Filmemacher.

Warners Wiederbelebung der "Superman"-Reihe gestaltet sich seit mehreren Jahren äußerst schwierig. Zwischen 1977 und 1987 hatte das Studio insgesamt vier Filme mit Christopher Reeve in der Hauptrolle in die Kinos gebracht. Ende der Neunziger, im Zuge des Hollywood-Runs auf Comic- und Superhelden-Stoffe, sollte auch der kryptonische Kraftmeier auf die Leinwand zurückkehren.

Was folgte, waren Pleiten, Pech und Pannen: "Batman"-Regisseur Tim Burton war der erste Filmemacher, der die Brocken hinwarf, ihm folgte "Rush Hour"-Regisseur Brett Ratner und nun gab auch McG auf. Der Disput drehte sich mal um das Script, mal um das Budget, mal um die Besetzung, manchmal sogar um die Wahl der Drehorte. McG, so berichten US-Medien, wollte seinen "Superman" am Originalschauplatz New York drehen, während Warner Bros. das billigere Australien bevorzugt hatte.

Zwischenzeitlich hatte Warner sogar alles über den Haufen geworfen, und das Heldenduell "Superman vs. Batman" geplant. Realisieren sollte das Duell der Comic-Giganten Wolfgang Petersen, doch der drehte lieber "Troja".

Inzwischen gibt es wenigstens ein Drehbuch, das von "Armageddon"- und "Alias" -Autor J.J. Abrams verfasst wurde. Die Rolle des Hauptdarstellers bleibt indes auch weiterhin vakant: Im Gespräch waren bereits Stars wie Nicolas Cage, Jude Law und Josh Hartnett, mittlerweile brodeln in der Gerüchteküche aber nur noch kleinere Namen wie die TV-Darsteller Jason Behr ("Roswell") und Jared Padalecki ("New York Minute").

Sollte Bryan Singer nun tatsächlich am Ball bleiben, können sich zwar "Superman"-Fans freuen, die "X-Men"-Gemeinde dürfte jedoch schmollen: Die geplanten Dreharbeiten zu "X-Men 3" müsste Singer auf unbestimmte Zeit vertagen, ebenso wie seine geplante Neuverfilmung der Siebziger-Jahre-Dystopie "Flucht ins 23. Jahrhundert".