SAG Awards Julia Roberts auf Oscar-Kurs
Los Angeles - Die beiden Darsteller wurden in der Nacht zum Montag in Los Angeles mit dem "Actor" für herausragende schauspielerische Leistungen in Kinofilmen geehrt. Für die beste Leistung eines Schauspieler-Ensembles wurde der Film "Traffic" ausgezeichnet. Dessen Regisseur Steven Soderbergh siegte - allerdings nur indirekt - insgesamt viermal. Roberts und Del Toro erhielten die Preise für ihre Leistungen in den Soderbergh-Filmen "Erin Brockovich" und "Traffic". Roberts Partner in "Erin Brockovich", Albert Finney, erhielt einen "Actor" als bester Nebendarsteller. Dafür darf auch er auf einen Oscar hoffen.
Der historische Abenteuerfilm "Gladiator", der bislang als stärkster Oscar-Anwärter galt, ging hingegen bei den Schauspieler-Preisen leer aus. "Gladiator"-Star Russell Crowe verlor gegen Del Toro, während Joaquin Phoenix bei den Nebendarstellern Finney unterlag. Der "Actor" für Del Toros Rolle eines mexikanischen Polizisten wurde weithin mit Überraschung aufgenommen, zumal er sich damit auch gegen Tom Hanks ("Verschollen") durchsetzte.
Bei den Oscars ist Del Toro für seine "Traffic"-Rolle lediglich als bester Nebendarsteller nominiert. Roberts, die bereits bei den Golden Globes als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden war, gilt nun als die aussichtsreichste Kandidatin für einen Oscar. Es wäre ihr erster. Größere Oscar-Hoffnungen als bisher kann sich auch Judy Dench machen, die für ihre Rolle einer lebenslustigen, aber kranken Großmutter in "Chocolat" den SAG-Preis als beste Nebendarstellerin erhielt.
Die Preisvergabe durch die mehr als 4000 an der Abstimmung beteiligten SAG-Mitglieder, die nunmehr zum siebten Mal erfolgte, gilt seit einigen Jahren als der letzte große Wegweiser für die Oscars. Zehn von zwölf Schauspielerinnen und Schauspielern, die bisher mit einem "Actor" für Hauptrollen ausgezeichnet wurden, hatten danach auch Oscars bekommen. Sie werden in diesem Jahr am 25. März verliehen.