Schauspielstar: Heinz Bennent ist tot - DER SPIEGEL
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Schauspielstar Heinz Bennent ist tot

Er drehte mit Truffaut und Schlöndorff, doch eigentlich fühlte er sich nur auf der Theaterbühne wirklich wohl: Heinz Bennent gehörte zu den schillerndsten Schauspielern Deutschlands, seine Kinder wurden ebenfalls zu Stars. Im Alter von 90 Jahren ist Bennent jetzt gestorben.
Heinz Bennent: "Auf der Bühne habe ich alles in der Hand"
Heinz Bennent: "Auf der Bühne habe ich alles in der Hand"

Heinz Bennent: "Auf der Bühne habe ich alles in der Hand"

Foto: Frank M‰chler/ dpa
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Berlin - Der Schauspieler Heinz Bennent ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 90 Jahren im Kreise seiner Familie, wie das Renaissance Theater in Berlin mitteilte. Einen seiner größten Erfolge feierte Bennent in Francois Truffauts Meisterwerk "Die letzte Metro" (1980) als ein von den Nazis verfolgter jüdischen Theaterdirektor in Paris.

Bennent wurde 1921 in Stollberg bei Aachen geboren. Noch während es Kriegs legte die Eignungsprüfung für den Schauspielerberuf ab und nahm Privatunterricht. 1947 begann er sein erstes Engagement am Theater in Karlsruhe. Im Laufe seiner Karriere stand Bennent an mehr als 20 Schauspielhäusern auf der Bühne - darunter Stuttgart, Berlin, Hamburg und München. Bennent arbeitete zusammen mit Regisseuren wie Ingmar Bergman, Klaus Michael Grüber und Dieter Dorn.

Ab 1954 war er auch in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. 1976 übernahm er die Hauptrolle in der Fernsehserie "Der Anwalt", und 1981 spielte er in dem ZDF-Fünfteiler "Der Fall Maurizius". Für die Hauptrolle in dem Film "Im Jahr der Schildkröte" wurde er 1988 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Seine letzte Produktion am Renaissance Theater war "Ich bin der Mann meiner Frau" nach Anton Tschechow. Zuletzt ging er mit einer Lesung von Friedrich Hölderlins Briefroman "Hyperion" auf Europatour.

Neben seiner Arbeit als Schauspieler machte Bennent auch mit seiner illustren Familie von sich reden. Mit der Tänzerin Paulette Renou bekam er die Kinder Anne und David, die ebenfalls gefeierte Schauspieler sind. David spielte unter anderen die Hauptrolle in Volker Schlöndorffs Oscar-prämierter Verfilmung von Günter Grass' "Blechtrommel", einer Produktion, bei der auch Vater Heinz mitwirkte. 1999 widmete Georg Stefan Troller ihnen den Film "Bennent mal vier - Porträt einer berühmten Familie".

Trotz der zahlreichen Film- und Fernsehrollen blieb die Theaterarbeit für Bennent entscheidend. "Auf der Bühne habe ich alles in der Hand. Dort bestimme ich den Rhythmus", sagte er einmal.

hpi/dpa

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