Stalingrad-Epos: Babelsberg goes Hollywood - DER SPIEGEL
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Stalingrad-Epos Babelsberg goes Hollywood

Am Montag fällt die erste Klappe bei den Dreharbeiten für den teuersten Film, der bisher in Deutschland produziert wurde: Das Stalingrad-Epos "Enemy at the Gates" entsteht mit einem Budget von 180 Millionen Mark an Schauplätzen in Nordbrandenburg.
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Damit liege das Budget fünfmal höher als für Wolfgang Petersens "Das Boot" und 50-mal höher als für den Streifen "Lola rennt" von Tom Tykwer.

Die Regie für die amerikanisch-deutsche Koproduktion übernehme Star-Regisseur und Oscar-Preisträger Jean-Jacques Annaud ("Der Name der Rose"). Im Mittelpunkt des Films steht die authentische Geschichte des russischen Bauernjungen Wassilij, der als Scharfschütze im Zweiten Weltkrieg von den Sowjets als Held von Stalingrad gefeiert wurde. Zu den Hauptdarstellern gehören Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") und Ed Harris ("Truman-Show").

Als Drehorte sind unter anderem Baggerlöcher eines Braunkohlentagebaus bei Cottbus, eine frühere russische Kaserne in Krampnitz nahe Potsdam und das Zementwerk in Rüdersdorf (Märkisch- Oderland) vorgesehen. Zehn Prozent der Drehzeit verbringt die Crew den Angaben zufolge im Bayerischen Wald. In den Babelsberger Atelierhallen, in denen einst Filme wie "Der blaue Engel" mit Marlene Dietrich entstanden, werden Kulissen für die Innenaufnahmen gebaut.

Das Studio Babelsberg hatte sich nach eigenen Angaben für den Stalingrad-Film gegen zahlreiche Mitbewerber in Europa durchgesetzt. Als Koproduzent bringt die KC Medien AG (Stuttgart) angeblich knapp 45 Millionen Mark in die Produktion ein, die ausschließlich mit europäischem Geld finanziert werden soll.