"Titanic" Hockley-Darsteller Billy Zane - DER SPIEGEL
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Film-Bösewicht Billy Zane Seine Karriere sank mit "Titanic"

Seit "Titanic" verfolgt ihn die Rolle des Schnösels: US-Schauspieler Billy Zane ist dem Publikum als eiskalter Rivale von Leonardo DiCaprio in Erinnerung. Nun kommt die 3-D-Fassung in die Kinos - und erinnert daran, dass auch Zane ein bisschen untergegangen ist.
Billy Zane als Cal Hockley (mit Kate Winslet): Noch immer auf "Titanic" angesprochen
Billy Zane als Cal Hockley (mit Kate Winslet): Noch immer auf "Titanic" angesprochen

Billy Zane als Cal Hockley (mit Kate Winslet): Noch immer auf "Titanic" angesprochen

Foto: Twentieth Century Fox
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Wer "Titanic" gesehen hat, wird sich an ihn erinnern, diesen eifersüchtigen Snob auf dem untergehenden Luxusdampfer, dem die zauberhafte Kate Winslet alias Rose als Ehefrau versprochen war. Mit dem Upperclass-Fiesling Cal Hockley hat Hollywood-Schauspieler Billy Zane einen der denkwürdigsten Bösewichter der jüngeren Filmgeschichte geschaffen. Und wie geht's ihm heute so?

Nun ja. Die Rolle sei zweifellos der Höhepunkt seiner Karriere gewesen, sagte der 46-Jährige SPIEGEL ONLINE. Zane war zusammen mit Regisseur James Cameron in London, um die neue 3-D-Version von "Titanic" vorzustellen. Der Film, der 1997 so ziemlich alle Rekorde brach, kommt am 6. April erneut in die Kinos. Also musste Zane noch mal an die PR-Front. Einen Job, den er höflich erledigte. Wenn auch mit eher wenig Eifer.

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"Titanic"-Dreharbeiten: Untergang zum Anfassen

Foto: Twentieth Century Fox

Zane, so war zu erfahren, habe "Titanic" bei der Premiere am Dienstagabend erst zum dritten Mal in voller Länge gesehen. Und in all den Jahren zuvor? Nur Bruchstücke beim Zappen. Überrascht sei er, wie neu das Werk in 3D gewirkt habe! Und die zusätzliche Dimension habe viele Nuancen hervorgebracht. Welche genau, wird allerdings nicht so ganz klar.

Nett sei es auch gewesen, den Film mit den anderen "Titanic"-Veteranen zusammen zu sehen. Leonardo DiCaprio hatte zwar abgesagt. Aber, immerhin, Kate Winslet war da - sie führte den Film zum ersten Mal ihrer Tochter vor. Eigentlich sei er aber kein Fan von 3D. "Ich stehe auf klassisches Kino, schwarzweiß, im quadratischen Format, mit Studiobeleuchtung", sagte Zane. Aber wenn es gut gemacht sei, könne 3D "unglaublich fesselnd" sein.

Mit Fesseln kennt er sich ganz gut aus, wenn auch eher in metaphorischer Hinsicht. Die Rolle des unausstehlichen Pinkels aus der ersten Klasse verfolgt ihn seit 1997. Es nerve ein bisschen, dass auch 15 Jahre später die meisten Leute ihn zuerst auf "Titanic" ansprechen, sagte er. Aber sein Charakter gefällt ihm noch immer: "Ich finde Cal witzig. Er kann es einfach nicht glauben, was ihm geschieht. Er nimmt den Untergang des Schiffs als eine enorme Belästigung war. Die wahre Katastrophe besteht für ihn darin, dass ihm einer seine Braut geklaut hat". Da kann er sich offenbar einfühlen.

Denn als die Braut weg war, und das Schiff abgesoffen, tauchte auch Zane ein wenig ab. Winslet und DiCaprio wurden zu Superstars, für ihn gab's eher kleine Rollen in eher kleinen Produktionen; davon allerdings sehr, sehr viele. Inzwischen führt er auch selbst Regie. Derzeit plant er einen Western, wo genau er drehen wird, "hängt von den Steuererleichterungen ab". Gern in den Alpen in Bayern oder Österreich. Ein Berg muss offenbar schon dabei sein.