US-Start Herr hinter Harry
New York - Nach ersten Einspielergebnissen des Starttages liegt der erste Teil der Film-Trilogie mit 18,2 Millionen Dollar deutlich hinter dem "Harry Potter"-Rekord von mehr als 30 Millionen Dollar. Allerdings schaffte Peter Jackson mit seinen "Gefährten" auch einen Rekord: Der erste Teil der verfilmten Tolkien-Saga spielte das beste Ersttags-Ergebnis aller Filme ein, die jemals im Monat Dezember Premiere hatten. Zusammen mit den 13 anderen Ländern, in denen "Der Herr der Ringe" am 19. Dezember anlief, brachte der Film an diesem Tag nach Angaben von New Line Cinema 29,7 Millionen Dollar in die Kinokassen (rund 65 Millionen Mark/33,2 Millionen Euro).
Zu den Gründen für das finanziell schlechtere Abschneiden der Stars aus Mittelerde gehört, dass der Film "Die Gefährten" mit seinen rund drei Stunden Laufzeit weniger häufig an einem Tag gezeigt werden kann als der kürzere Potter-Streifen. Zudem war "Der Herr der Ringe" am Starttag in den USA und Kanada nur auf 5700 Leinwänden gezeigt worden, während der britische Zauberlehrling auf 8200 zu sehen war. Auch die Altersbegrenzung spielte eine Rolle: "Harry Potter und der Stein der Weisen" dürfen selbst Kleinkinder sehen, während "Der Herr der Ringe" wegen einiger Gewaltszenen in Nordamerika erst für Zuschauer ab 13 Jahren freigegeben ist.
Dafür schafften die Hobbits jedoch, was Potter versagt blieb: "Der Herr der Ringe" wurde mehrfach für die Golden Globes und für Kritikerpreise nominiert. Der Film des Regisseurs Peter Jackson hat damit auch gute Chancen, in mehreren Kategorien für die Oscar-Filmpreise benannt zu werden.