Versteigerung: Niemand will das Potter-Haus - DER SPIEGEL
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Versteigerung Niemand will das Potter-Haus

Hausbesitzerin Sandra Smith hat sich schwer verrechnet. Für mindestens 420.000 Euro wollte sie die Heimstätte der Familie Dursley aus dem Kinohit "Harry Potter und der Stein der Weisen" versteigern. So viel mochte aber niemand bieten.
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London - Nicht einmal die Immobilienmakler hatten damit gerechnet, dass Sandra Smith für das trostlose Vorstadthaus den von ihr gewünschten Preis bekommen würde. Mindestens 420.000 Euro wollte die Hausbesitzerin haben, das höchste Gebot lag aber nur bei 374.000 Euro. Offenbar hatte Smith die Popularität des Gebäudes, das im Kinofilm "Harry Potter und der Stein der Weisen" als Kulisse für die traurige Kindheit des Zauberlehrlings gedient hatte, weit überschätzt.

Der 32-jährige Saeed Roshan, der immerhin den stolzen Preis von 374.000 Euro geboten hatte, ist noch nicht einmal Potter-Fan. "Ich wusste nicht, wer Harry Potter ist", sagte er gegenüber der britischen Zeitung "The Sun". "Ich mochte das Haus einfach."

Regelmäßig hatten sich Scharen von jungen Potter-Anhängern vor den Fenstern des zweistöckigen Hauses in Bracknell, westlich von London, versammelt. In J.K. Rowlings Buchvorlage führte der Zauberlehrling dort ein Leben unter der Knute seiner grausigen Pflegeeltern, Vernon und Petunia Dursley. Das Haus in der Picket Post Close Nummer 12 wurde durch den Film zum Symbol für spießiges Vorstadtleben.