Wim Wenders Berlin im Imax-Format
Berlin - Imax-Filme würden an "außerordentlichen Schauplätzen" spielen, und Berlin sei einer davon, sagte der 55-jährige Regisseur, der mit Filmen wie "Der Himmel über Berlin" und "Paris, Texas" bekannt wurde, am Montagabend in der Magazinsendung "Punkt X" des Berliner Metropolenfernsehens XXP . Er will bei dem Projekt mit SPIEGEL TV und dem Discovery Channel zusammenarbeiten.
Allerdings sei das aufwendige Projekt finanziell "noch nicht in trockenen Tüchern", da die Kosten eines Imax-Films etwa drei Mal so hoch wie bei einer normalen Filmproduktion seien - pro Minute etwa 100.000 Dollar. Das Imax-Band sei zehn Mal größer als der 35-mm-Kinofilm und ermögliche eine besondere Bildqualität.
Wenders nutzt auch die Arbeit an Werbefilmen als Experimentierfeld für neue Techniken. "Hier kann man Sachen machen, die man im Spielfilm nur alle Jubeljahre machen kann", sagte er dazu kürzlich in Frankfurt am Main. Auf den am Sonntag beendeten Filmfestspielen in Cannes kündigte er außerdem an, mit 15 Regiekollegen wie Bernardo Bertolucci und Jean-Luc Godard einen Film zum Thema Zeit ("10 Minuten älter") zu drehen. Mit Sam Shepard arbeitet Wenders zurzeit an einem Drehbuch über eine amerikanische Familiensaga, die Ende 2002 in die Kinos kommen soll.