Wim Wenders: Weiter im Kuba-Rhythmus - DER SPIEGEL
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Wim Wenders Weiter im Kuba-Rhythmus

Die Enttäuschung über den Oscar-Flop seines "Buena Vista Social Club" vermochte seinen Elan nicht zu bremsen. Wim Wenders arbeitet voller Enthusiasmus an zwei weiteren Filmen über seine rüstigen Freunde aus Kuba.
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Wenders und seine Filmproduktionsfirma Road Movies stellen derzeit unter dem Arbeitstitel "The Amsterdam Concerts" zwei Dokumentarfilme über den Auftritt der kubanischen Musikveteranen im April 1998 in den Niederlanden her. Die Filme sollen im Spätsommer fertig sein: Eine 60-minütige Version ist für das Fernsehen gedacht, eine 90-minütige Fassung der "historischen Wiedervereinigung" der kubanischen Altstars soll in die Kinos kommen.

Diese Dokumentationen sollen sich ausschließlich auf die 22 Musiker bei Proben und ihren beiden Auftritten in Amsterdam konzentrieren und die Kubaner bei ihrem dortigen Aufenthalt begleiten. Mit dem auf Anregung seines amerikanischen Musiker-Freundes Ry Cooder entstandenen Film "Buena Vista Social Club" hatte Wenders laut Road Movies bislang weltweit mehr als 30 Millionen US-Dollar (rund 60 Millionen Mark) eingespielt. In diesem Film kommen nur einige wenige Szenen aus dem Amsterdamer Konzert vor.

Im Herbst hatte Wenders zudem angekündigt, irgendwann einmal Filmprojekte mit zwei Einzelmusikern vom "Buena Vista Social Club" zu verwirklichen: Dabei soll es einmal um die Sängerin Omara Portuondo gehen. Bei dem anderen Film werde der über 70-jährige Sänger Ibrahim Ferrer im Mittelpunkt stehen. Ferrer und sein musikalischer Mitstreiter, der 83 Jahre alte Pianist Ruben Gonzalez (ebenfalls "Buena Vista"), starten im Mai eine neue Konzertreise in Frankfurt.

Trotz der verpassten Chance in Hollywood ließen sich Wenders und die Vertreter der deutschen Filmfirmen die Laune nicht verderben: Sie feierten in Los Angeles eine kubanische Party.