X-Filme: Aufruhr um Tykwer und Co. - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

X-Filme Aufruhr um Tykwer und Co.

"Lola rennt", "Good bye, Lenin": X-Filme haben das junge deutsche Kino international bekannt gemacht. Einem Zeitungsbericht zufolge soll die Produktionsfirma nun ihre wichtigsten Regisseure verlieren. Die Filmemacher reagierten umgehend mit einem Dementi.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Die Regisseure Tom Tykwer ("Lola rennt"), Wolfgang Becker ("Good Bye, Lenin!") und Dani Levy ("Alles auf Zucker") arbeiten nicht mehr nur für die Berliner Produktionsfirma X-Filme, hieß es in der Dienstagsausgabe der "Welt".

Der geschäftsführende Gesellschafter der Produktionsfirma X-Filme, Stefan Arndt, wies den Zeitungsbericht über eine Trennung von seinen wichtigsten Regisseuren jedoch zum Teil zurück.

Zwar sei es richtig, dass Becker, Tykwer und Levy 2005 ihre eigene Firma Y-Filme gegründet hätten, so Produzent Arndt heute auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. "Wir werden aber weiter zusammenarbeiten." Die neuen Projekte der Regisseure würden in Kooperation mit X-Filme gedreht. Er habe zwölf Jahre lang mit Becker, Tykwer und Levy zusammengearbeitet: "Das werden wir jetzt nicht aufgeben."

"Die Welt" hatte behauptet, der Grund für den Rückzug sei eine seit zwei Jahren andauernde Auseinandersetzung mit dem Konzern Senator-Film, der eine 51-prozentige Beteiligung an X-Filme besitzt. Seit Senator im Jahr 2004 Insolvenz anmeldete, versuche X-Filme die Mehrheit am eigenen Unternehmen zurückzuerwerben.

Arndt kritisierte den Bericht als "reißerisch", "albern" und "nicht differenziert". Er fügte hinzu, die drei Regisseure hätten während des Prozesses der Insolvenz lediglich beschlossen, weiter arbeiten zu wollen und daher die Firma Y-Filme gegründet.

dan/ddp