Kino in Kürze »Klimt«
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DER SPIEGEL 21/2006
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. Der chilenische Filmemacher Raoul Ruiz hat keine Biografie des österreichischen Malers Gustav Klimt gedreht, sondern eine Phantasmagorie, die an Arthur Schnitzlers erträumte Romane erinnert: Spiegelbilder von rätselhafter, verschwommener Schönheit aus dem dekadenten Wien vor dem Ersten Weltkrieg. Auf dem Todeslager im Krankenhaus inmitten kriegsversehrter Soldaten tauchen im erlösenden Bewusstsein des Künstlers (dargestellt von John Malkovich) Szenen aus Klimts Leben auf, erotische Motive ebenso wie akademische Streitigkeiten. Ein Fest fürs Auge mit einer Prachtentfaltung von Farben und Ornamenten, die ohne jede erzählerische Logik auskommt.