KRITIK - DER SPIEGEL
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KRITIK

• aus DER SPIEGEL 17/1967
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Giovanni Battista Pergolesi: »Stabat Mater«. Neben dem Buffo-Intermezzo »La serva padrona« ist von Pergolesi nur sein »Stabat Mater« lebendig geblieben. Der mit 26 Jahren bereits Moribunde vertonte die Sequenz vom Feste der sieben Schmerzen Maria als orchesterbegleitetes Duett für Sopran und Alt, in der üppig verzierten Manier seines Buffostils. Lorin Maazel präsentiert diese weltfromme Kirchenmusik mit den Luxusstimmen von Evelyn Lear und Christa Ludwig vollends als virtuos-lockere Revue, allen Pharisäern zum Ärgernis. (Philips 802 743 LY; 25 Mark.)

Joseph Haydn: »Sonnenquartette«. Die sechs »Divertimenti a quattro«, die der 40jährige Kapellmeister des Fürsten Esterházy 1772 am Neusiedler See verfaßte, gelten als Ausdruck einer »romantischen Krise«. Tatsächlich bilden sie den vorläufigen Abschluß der stilistischen Entwicklung des Quartettsatzes -- erst zehn Jahre später fand Haydn, mit den »Russischen Quartetten«, einen Weg nach vorn. Das Koeckert-Quartett spielt die konzisen Stücke streng und kontrastreich -- die klassische Serenität ist dennoch im Spiel. (Deutsche Grammophon 139 186/7 SLPM; 50 Mark.)

»Basie's Beatle Bag«. Statt auf elektrischen Gitarren erklingen die Beatles-Schlager »Help«, »Can't Buy Me Love«, »A Hard Day's Night« hier auf Saxophonen und Trompeten. Der Exilkubaner Chico O'Farrill, 46, der sonst lateinamerikanische Rhythmen bevorzugt, wollte (so Chico) »den Beat mal zum Swingen bringen«. So arrangierte er die populären Lennon-McCartney-Stücke für das Orchester des Pianisten Count Basie zu perfektem Big-Band-Jazz. Pianist-Organist Basie und seine Bläser phrasieren die Liverpool-Hits wie Blues aus Kansas City. (Verve V 6-8659; 21 Mark.)

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