Kulturschock bei Heidi - DER SPIEGEL
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POP Kulturschock bei Heidi

• aus DER SPIEGEL 34/2003
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Sein letztes privates Zusammentreffen mit Deutschen erlebte der Rocksänger Anthony Kiedis, Chef der US-Band Red Hot Chili Peppers, noch in der Rolle des Schwiegersohns in spe. Er besuchte vergangenes Jahr die Eltern seiner damaligen Freundin Heidi Klum: »Das Ganze war sehr surreal, ein echter Kulturschock. Eine völlig andere Welt als die, aus der ich stamme. Aber eine sehr angenehme, freundliche Welt«, erinnert sich der 41-jährige Rockstar, der seine Jugend in den Straßen von L. A. verbrachte. Die schöne Heidi führt ihren Eltern angeblich längst einen anderen vor (den Formel-1-Zampano Flavio Briatore), Kiedis aber gastiert seit Mittwoch vergangener Woche mit seinen Musiker-Kumpanen auf großen deutschen Konzertbühnen. Im 20. Jahr ihres Bestehens sind die Red Hot Chili Peppers mit ihrer wilden Mixtur aus Funk, Rap und Rock erfolgreicher als je zuvor; mehr als 30 Millionen CDs haben sie mittlerweile verkauft, füllen weltweit die größten Arenen, Hollywood-Stars wie Tom Hanks und Gwyneth Paltrow bekennen sich als ihre Fans. Wichtigste Voraussetzung für den aktuellen Siegeszug, glaubt Kiedis, sei die Tatsache, dass die Musiker nach allerhand Drogenexzessen, Sex-Skandalen und Nervenzusammenbrüchen ihren Lebensstil gründlich geändert haben: Heute seien Drogen tabu, sagt der Sänger, der einst in dem Hit »Under the Bridge« aus dem Jahr 1991 seine Junkie-Erfahrungen schilderte. Er selbst und Band-Bassist Flea seien zudem Vegetarier, Abstinenzler und Nichtraucher: »Wenn du zwei Jahrzehnte als Rockmusiker am Leben bleiben und kreativ sein willst, musst du einfach auf deinen Körper achten.«

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