Kuppel für die Queen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 69 / 140

ARCHITEKTUR Kuppel für die Queen

• aus DER SPIEGEL 48/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Londoner Architekt Lord Norman Foster, der den Berliner Reichstag mit seiner Hightech-Kuppel krönte, präsentiert nun ein ähnlich spektakuläres Projekt in der britischen Hauptstadt. Am 6. Dezember wird Queen Elizabeth II. den grundlegend umgestalteten und künftig nach ihr benannten Innenhof des British Museum eröffnen. Der für seine kühl-futuristischen Entwürfe berühmte Foster ließ den bislang für Besucher nicht zugänglichen 96 Meter langen und 72 Meter breiten »Great Court« mit einer 800 Tonnen schweren Stahl- und Glaskonstruktion überdachen. Darüber hinaus wurde der in der Mitte des Hofs stehende kreisrunde Lesesaal restauriert, in dem schon Karl Marx über seinen Kapitalismus-Studien brütete. Das rund 330 Millionen Mark teure Projekt führte zu einer nationalistischen Aufwallung, weil Foster zur Rekonstruktion eines Portals statt englischen französischen Kalkstein verbaute. Weniger erregen dürfte dies die sechs Millionen Besucher im Jahr, die sich bisher in den engen Eingängen und Fluren des 1850 fertig gestellten Baus drängen mussten, um in der legendären Ägyptenabteilung die Mumien zu bestaunen. Der »Observer« prophezeite dem Projekt in jedem Fall schon einen »Triumph«.

Zur Ausgabe
Artikel 69 / 140