Lemkes Weg zum Lebegreis
In der Ölkrisen-Plotte »Arabische Nächte« hatte der gerühmte Lemke-Touch schon arg gelitten. Da war ihm, dem Meister der leichten Hand, der schnodderigimprovisierten Milieu-Komödien, manch billiger Gag unterlaufen. Nun hat Klaus Lemke ein neues Opus herausgebracht, das gerade in den deutschen Kinos angelaufen ist und vom Regisseur als »irrwitzige New-Wave-Story« angepriesen wird. »Wie die Weltmeister« ist die Geschichte eines eifrigen, aber notorisch erfolglosen oberbayrischen Gerichtsvollziehers, der nach Berlin reist und dort mit zwei ausgeflippten Teenies in allerlei absurde Abenteuer gerät. Darsteller Wolfgang Fierek, der seinen achten Film mit Lemke für »den besten« hält, ist gewaltig auf dem Holzweg: Das Pfänderspiel ist nur anfangs witzig, dann betont einfältig, und die gönnerhafte Haltung des Regisseurs zur Jugend beweist, daß der flotte Klaus auf dem Weg zum Lebegreis ist.