»Leni«. - DER SPIEGEL
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»Leni«.

• aus DER SPIEGEL 13/1996
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Fünf Jahre lang wächst das jüdische Pflegekind Leni bei einem alten wortkargen Bergbauern (Hannes Thanheiser) im Allgäu auf - bis der nationalistische Bürgermeister ihn zwingt, das Mädchen herauszugeben. Regisseur Leo Hiemer erzählt die Geschichte Lenis, die im Konzentrationslager ermordet werden wird, ohne jedes moralische Wutschnauben. Schon vor zwei Jahren machte der Film von sich reden: Weil Hiemer keinen Verleiher fand, mietete er zwei Projektoren und tingelte mit seinem Film durchs Allgäu. »Leni« wurde in jenem Dorf uraufgeführt, in dem sich die wahre Geschichte abgespielt hatte. Daß der Film jetzt überregional anlaufen kann, ist Hiemers Eigeninitiative zu verdanken: Er nahm zu den Kinobetreibern einzeln Kontakt auf.

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