Linientreu - DER SPIEGEL
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GALERIEN Linientreu

• aus DER SPIEGEL 36/1998
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Kunst ist immer da, wo's am schönsten ist. Nach dem ersten Treck Richtung Hackesche Höfe, August- und Sophienstraße, zieht es jetzt einen weiteren Stoß junger Galeristen vom alten Westzentrum Charlottenburg nach Berlin-Mitte: in die Linienstraße, deren eigenwillige Fabrikgebäude wahre Hauptstadt-Stimmung zaubern. Zu den neuen Bewohnern gehört die Galerie »Kuckei + Kuckei« in der Nr. 158, die mit Gemälden von Anne Berning eröffnet wird. Im selben Haus hat die Kunstedition von Barbara Wien ihr Quartier; Martin Klosterfelde erweitert, und in der alten Ziegelei nebenan lassen sich die Erfolgsgaleristen »Neuger/Riemschneider« nieder. Noch Baustelle ist die Halle, die zum Hauptausstellungsort der 1. Berlin-Biennale werden soll - Ende September wird hier die erste große Schau von Kunst der Neunziger stattfinden. »Wenn man dem internationalen Standard und neuen Mythos ,Mitte' gerecht werden will«, sagt Galerist Ben Kuckei, 32, »darf man sich nicht in irgendeine Hütte setzen, sondern muß hier die Chance nutzen, Bauten extra als Kunsträume zu konzipieren.«

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