Auf der Messe Höchste Sicherheitsstufe
Die Ausstellungs- und Messe GmbH hat in enger Absprache mit den Ordnungsbehörden ein Maßnahmen-Paket geschnürt, das mögliche Zwischenfälle ausschließen soll. Eine Woche vor dem Start meldet Buchmessen-Direktor Lorenzo Rudolf folgenden Sachstand: Von den US-amerikanischen Verlagen haben "bislang 20 Unternehmen abgesagt", darunter der US-Ableger des italienischen Rizzoli-Konzerns.
Fast alle amerikanischen Konzerne haben es ihren Mitarbeiter freigestellt, die Reise nach Frankfurt anzutreten.
Einige Aussteller haben ihre Messe-Partys abgesagt (darunter Time Warner Publishing; Simon & Schuster verzichtete auf das traditionelle Nachmessefest in London).
Von den angekündigten Autoren werden u. a. Art Spiegelman (Rowohlt), Isabel Allende (Suhrkamp), Amy Tan (Random House) und Dave Eggers (Droemer) fehlen; Wirtschaftsboss Jack Welch ("Straight from the Gut") kommt nach Berlin, aber nicht nach Frankfurt.
Besucher müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Besonders strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten am Eingangsbereich der Halle 8. Wer die Stände der Verlage aus den USA, Großbritannien und Israel erreichen möchte, wird durch drei schmale Eingänge geführt und muss penible Taschenkontrollen akzeptieren. In den übrigen Hallen wird das Publikum sporadisch überprüft. Die Security-Mannschaft der Ausstellungs- und Messe GmbH wurde verdoppelt.
Eines ist schon jetzt sicher: Das Menetekel der Angriffe auf New York und Washington wirft dunkle Schatten auf den Branchen-Treff. Wenn sich am Mittwoch unter dem Messeturm die Tore öffnen, wird nichts so sein wie im Vorjahr.