Bestseller-Autor Arthur Hailey gestorben
London/New York - Normale Menschen in außerordentlichen Situationen lautete die Formel, nach der Arthur Hailey schrieb. Ein Konzept, das sich bewährte und Millionen Leser in seinen Bann schlug. Haileys Thriller "Hotel", "Airport" und "The Moneychangers" galten als "Faction", als rasante Mischung aus Fakten und Fiktion und wurden rund um den Globus gelesen.
"Ich glaube nicht, dass ich irgendwen erfunden habe", zitierte ihn die Nachrichtenagentur AP. "Ich habe das wahre Leben geschildert." Realistische Erzählweise - phantastischer Erfolg: Der am 5. April 1920 in Luton bei London geborene Brite war Pilot der Royal Air Force während des Zweiten Weltkriegs, bevor er 1947 nach Kanada emigrierte, wo er später Staatsbürger wurde.
Hailey begann zunächst, Drehbücher und Kurzgeschichten zu schreiben. Sein erster Roman, "The Final Diagnosis" (Die letzte Diagnose) erschien 1959 und handelte von einem Pathologen, der den Tod eines Kindes verschuldet. 1969 siedelte er auf die Bahamas über, wo er sich vom Literaturbetrieb zurückzog.
Insgesamt verfasste Hailey elf Romane mit einer weltweiten Gesamtauflage von 170 Millionen Exemplaren. Sein erster Bestseller war der Mitte der sechziger Jahre erschienene Roman "Hotel", der später verfilmt wurde. 1968 folgte der Thriller "Airport".
Hailey starb 84-jährig im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Lyford Cay auf den Bahamas am vergangenen Mittwoch. Seine Frau Sheila erklärte laut "Times", ihr Mann habe nach Angaben der Ärzte einen Schlaganfall erlitten. "Es war ein Schock, aber es war friedlich", so die Witwe des Schriftstellers.