Bestseller: Riesiges Eco-Echo - DER SPIEGEL
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Bestseller Riesiges Eco-Echo

Umberto Eco hat mit seinem neuen Roman "Baudolino" einen Blitzstart hingelegt. Kaum war die Erstauflage im Handel, war sie auch schon wieder weg.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Während die Buchbranche im Allgemeinen derzeit flaue Geschäfte meldet und nicht gerade boomt, dringt aus dem Münchner Hanser-Verlag Jauchzen und Frohlocken: Sein Spitzentitel dieses Herbstes, Umberto Ecos neuer Roman "Baudolino", ist in Deutschland gerade zehn Tage im Handel ­ und bricht schon alle Verkaufsrekorde anspruchsvoller Literatur.

Die Erstauflage von 210 000 Exemplaren ist vergriffen, 90 000 weitere sind im Druck. Schon jetzt deutet sich an, dass dieser Schelmenroman über das zwölfte Jahrhundert mit seiner verspielten Mischung aus Witz und Wissen (SPIEGEL 33/2001 ) bald sogar den Erfolg von Ecos legendärem Romandebüt "Der Name der Rose" übertreffen könnte (deutsche Erstauflage 1982: 40 000; Hardcover-Gesamtauflage bis heute: 600 000). Vor allem das "fulminante Echo der Buchhändler", die ihren Kunden allerorten von Eco vorgeschwärmt hätten, macht der Verlag für die sensationelle "Baudolino"-Karriere verantwortlich.

Nicht nur Eco übertrifft mit seinem deutschen Blitzstart sich selbst, sondern auch die Hanser-Verlagsgruppe. Denn bei der Hanser-Tochter Zsolnay hat die hauseigene Bestseller-Konkurrenz, Henning Mankells jüngster Gesellschaftskrimi "Der Mann, der lächelte", acht Monate gebraucht, um sich gut 300 000-mal zu verkaufen.

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