García Márquez' Asche soll aufgeteilt werden - DER SPIEGEL
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Gabriel García Márquez: Die Asche des Poeten

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Toter Schriftsteller Kolumbien will Asche von García Márquez mit Mexiko teilen

Kolumbiens Botschafter in Mexiko plädiert dafür, die Asche des Schriftstellers Gabriel García Márquez zur Hälfte in seinem Heimatland beisetzen lassen. Neben Huldigungen gibt es dort auch Anfeindungen gegen den toten Nationalhelden.
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Mexiko-Stadt - Kolumbien setzt sich nach dem Tod des Schriftstellers Gabriel García Márquez dafür ein, dass ein Teil seiner Asche in seinem Heimatland beigesetzt wird. Die Asche könnte zwischen Mexiko, seiner Adoptiv-Heimat, und Kolumbien, seinem Geburtsland, aufgeteilt werden, sagte Kolumbiens Botschafter José Gabriel Ortiz.

Die Kolumbianer würden García Márquez gern auf diese Weise Tribut zollen, sagte Ortiz laut der Nachrichtenagentur AP. Márquez war am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in der mexikanischen Hauptstadt gestorben, wo er seit Jahrzehnten gelebt hatte. Seine Familie hatte eine Einäscherung im privaten Kreis angekündigt, aber nicht erklärt, wo die Asche bestattet werden sollte.

In den Tagen seit Márquez' Ableben würdigen Menschen weltweit den Literatur-Nobelpreisträger, sein Tod eint das so oft zerstrittene Lateinamerika in einem Moment der Trauer.

Es gibt aber auch öffentliche Anfeindungen gegen den verstorbenen Poeten: Einen Sturm der Entrüstung löste der Tweet einer kolumbianischen Politikerin aus. Die rechtsgerichtete Abgeordnete María Fernanda Cabal veröffentlichte auf Twitter ein Bild des Schriftstellers und des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro mit dem Satz: "Bald werden sie gemeinsam in der Hölle sein." Inzwischen hat sie den Tweet wieder gelöscht.

García Márquez galt als unverbrüchlicher Freund Castros bis zum Ende. Der Kolumbianer unterhielt seine intimste, längste und umstrittenste Freundschaft mit dem Kubaner.

bos/dpa/AP