Jagoda Marinic: Radikal stille Existenz - DER SPIEGEL
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Jagoda Marinic Radikal stille Existenz

Das Bild einer jungen Frau, die versucht, sich dem Leben zu verweigern - mit Poesie gezeichnet von Jagoda Marinic.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sich selbst ganz und gar ernst zu nehmen, verzweifelt ernst - das gehört zur Adoleszenz, auch wenn die Verzweifelte Humor hat.

Die 1977 in Waiblingen geborene Jagoda Marinic hat eine Menge Ingrimm und satirischen Witz und damit ein Buch der Verzweiflung geschrieben, das schwarz ist wie eine Nacht im Gebirge und ruhelos wie ein Tag in Berlin.

Ihre Heldin, eine junge Frau aus der Provinz, lebt in der Hauptstadt rasanter Mitte ein radikal stilles Leben: in einer Wohngemeinschaft, die ihr nichts bedeutet, mit einer Arbeit, die sie nur beschäftigt, und nicht einmal willig, sich zu verlieben. "Im nächsten Leben: Bernstein werden", das nimmt sie sich vor.

Absolut in seinem poetischen Ernst, spartanisch in seinen Mitteln ist dieser erste Roman der Theaterautorin und Erzählerin Marinic. Er preist, darin ein klassisches Jugendwerk, die Verweigerung des Lebens als würdige Alternative zu dessen Verplemperung.

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