Schlechte Manuskripte: Bertelsmann-Romanpreis wird nicht vergeben - DER SPIEGEL
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Schlechte Manuskripte Bertelsmann-Romanpreis wird nicht vergeben

Deutsche Unterhaltungsliteratur in der Krise? Der einmalig ausgelobte Romanpreis des Bertelsmann-Buchclubs kann wegen ungeeigneter Manuskripte nicht an einen einzelnen Autoren vergeben werden. Die 250.000 Mark Preisgeld werden nun aufgeteilt.
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Rheda-Wiedenbrück - "Keins der Manuskripte, die der Jury vorlagen, war für einen ersten Platz geeignet", teilte der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Buchclub am Montag in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen) mit. Ursprünglich sollte ein einziger unveröffentlichter deutschsprachiger Unterhaltungsroman ausgezeichnet werden. Der Club Bertelsmann hatte 1999 anlässlich seines 50-jährigen Bestehens den Preis einmalig ausgeschrieben.

Jeweils 50.000 Mark für den zweiten Preis gehen an Renate Ahrend-Kramer für ihr Manuskript "Der Wintergarten" und an Claus Cornelius Fischer, der den Roman "Dicht am Feuer" eingereicht hat. Beide Werke werden im nächsten Jahr vom Club Bertelsmann veröffentlicht, hieß es. Den dritten Platz (40.000 Mark) belegte der Roman "Schattenjäger" von Giselher Hoffmann. Je 25.000 Mark bekommen Bernd-Michael Romahn ("Am Ufer der großen Seen") und Ann Gret Haensel ("Das Mädchen mit dem Zylinder"). Die restlichen 60.000 Mark fließen in Seminare für Nachwuchsautoren.

Der Jury des Großen Romanpreises gehörten unter anderem die Autorin und Moderatorin Amelie Fried und die Schriftstellerin Tanja Kinkel an.