Stephen King: Mit Lars von Trier ins Horror-Hospital - DER SPIEGEL
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Stephen King Mit Lars von Trier ins Horror-Hospital

Des Horror-Königs neuestes Steckenpferd: Der amerikanische Schriftsteller Stephen King adaptiert Lars von Triers Mehrteiler "The Kingdom" für eine 13-teilige TV-Serie.
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Die Serie, 1994 von Lars von Trier gedreht und im dänischen Fernsehen ausgestrahlt, handelt von einem verfluchten Krankenhaus, das auf einem alten Friedhof errichtet wurde. Stephen King, berühmt für Horror-Bestseller wie "Es", "Tommyknockers" oder letztens "Dreamcatcher", hat sich unlängst zu seiner Leidenschaft für den dänischen Grusel-Erfolg bekannt und plant nun eine 13-teiligeTV-Serie für den amerikanischen Sender ABC.

In "The Kingdom", so der alte wie neue Titel der Spital-Saga, bekommen es die Krankenhausangestellten nicht nur mit einer Phantom-Ambulanz zu tun, die jeden Abend in die Notaufnahme rauscht, sondern auch mit geisterhaften Stimmen im Fahrstuhlschacht oder dem Fötus einer schwangeren Ärztin, der sich alles andere als normal entwickelt.

Für den 53-jährigen Horror-Schriftsteller ist es die erste Prime-Time-Serie in dieser Größenordnung, die er als Autor und Produzent betreut. Zuvor schrieb er nur die Vorlagen zu Mehrteilern wie "The Stand" oder "The Storm Of The Century". Für "The Kingdom" wird King zwar zunächst nur einen zweistündigen Pilotfilm schreiben, doch geht man bei ABC davon aus, dass er auch die restlichen Episoden mit eigenen Skripten versorgen wird. Neben der von-Trier-Adaption arbeitet King auch noch an einer Mini-Serie namens "Rose Red", die ebenfalls im nächsten Jahr auf ABC gesendet werden soll.

Für King ist die neue Umtriebigkeit im TV-Bereich nicht nur Spielerei. Nach seinem schweren Unfall vor zwei Jahren musste der Autor laut einem Bericht der BBC bis zu 75 Millionen Dollar für Krankenhauskosten, medizinischer Betreuung und an Verdienstausfällen hinnehmen. Durch den Zusammenprall mit einem Van auf einer Landstraße in der Nähe seines Hauses im US-Bundesstaat Maine erlitt King eine Lungenquetschung, Becken- , Hüft- und Beinfrakturen und mehrere Rippenbrüche. Monatelang war der Bestseller-König nicht in der Lage, angefangene Bücher weiterzuschreiben oder neue zu beginnen.

Auch sein Versuch, sein Buch "The Plant" als Selbstverleger im Internet an den Mann zu bringen, war im letzten Jahr gescheitert. Nach wenigen Kapiteln stoppte King das kostenpflichtige Posting der Episoden und beklagte sich über die mangelnde Ausdauer der Internet-User, die seiner Meinung nach die " Konzentrationsfähigkeit von Grashüpfern" hätten. Vielleicht sind die User des guten, alten Mediums Fernsehen ja geistig reger...

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