»Makellos«. - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 69 / 129

Kino in Kürze »Makellos«.

• aus DER SPIEGEL 27/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Schwulenhasser trifft Superschwulen, huch, da schwirren die Klischees wie Partyküsschen durch die süßlich parfümierte Luft. Wie sich der Macho (Robert De Niro) und die Fummelsuse (Philip Seymour Hoffman) widerwillig zusammenraufen, malt ausgerechnet Joel »die Axt im Walde« Schumacher aus. Vielleicht fühlt sich der Regisseur ja seit seinen beiden »Batman«-Filmen als Experte für das Seelenleben auffällig ausstaffierter Jungs. Auf jeden Fall aber wollte Schumacher ein Plädoyer für sexuelle Offenheit und Minderheitenschutz drehen, Motto: Auch Schwule sind Menschen, vielleicht bessere als du! Aufrichtig bewundern lässt sich an dieser Kitschkatastrophe nur die Chuzpe, einen so miserablen Film »Makellos« zu betiteln.

Zur Ausgabe
Artikel 69 / 129