Manndeckung - DER SPIEGEL
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Am Rande Manndeckung

• aus DER SPIEGEL 7/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dem Bundessepp, dem haben wir's geschworen, dem Kaiser Franz, dem haben wir's gelobt, wir Zeugen Yeboahs, wir Jünger des ewigen Maddäus, wir Buben im Fußball: Elf Freunde wollen wir sein.

Klar, was das heißt: Vorsicht vor den Weibern. Sie verstehen nichts von Abseits. Sie reden, wenn das Spiel läuft, statt Bier zu holen. Sie saugen mit List und Lust unsere Jungs aus, die für uns auf dem Platz stehen. Jawoll.

Einer, dem man schon am Vornamen ansieht, dass er sensibel über seine Identität reflektiert, Icke Häßler, musste jetzt schmerzvoll erfahren, dass es mit den Frauen nicht so läuft wie mit dem Leder, besonders wenn sie sich der Manndeckung entziehen.

Gattin Angela hat ein Verhältnis mit jemand von Ickes Verein, den Münchner Löwen. Beim Freistoß ist Häßler dadurch nicht mehr mental frei im Kopf, und Frau Angies Affäre bekümmert Präsident Wildmoser, der nun nicht mehr im Gasthof Hinterbrühl seine 1860 Biere in Ruhe trinken kann. Früher, als die Tore noch zählten, passte Sepp Herberger auf. Und Fritz Walter heiratete eine Frau namens Italia, die aber ganz zahm blieb. Dann zogen sich die Spielerfrauen wie schicke Friseusen an, drangen in die Trainingslager ein und störten die Jungs beim Pokern und Porno-Lesen. Waren sie es nicht, die, wie Angela, als Managerinnen ihrer Männer die Seele des Spiels dem Mammon auslieferten? Effe wurde so zum Pinkepinke-Finger der Liga. Also ins Abseits mit allen selbstbewussten Angelas. Wir wollen weiter icke zu uns sagen. Bloß: Frauen wissen ja nicht, was Abseits ist.

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