Memoiren
» ... und kein Ende: Rachele Mussolini, die Duce-Witwe, hat welche geschrieben, Zarah Leander schreibt welche, die Garbo soll welche haben schreiben lassen. Um die Memoiren von Rose Kennedy wird unter deutschen Verlegern noch konkurriert. Averell Harriman, ehemaliger US-Spitzendiplomat, verfaßt seine Erinnerungen unter anderem an Missionen bei und Gespräche mit Stalin, Churchill, Roosevelt und de Gaulle. In Paris erscheinen in diesen Tagen Memoiren besonderer Machart: Francoise Giroud, 56, einstige Mitarbeiterin des Filmregisseurs Jean Renoir, Ex-Gefährtin Servan-Schreibers und heutige Redaktionsdirektorin des »Express«, hat ihr Erinnerungsbuch nicht geschrieben, sondern gesprochen: dem Journalisten Jacques Glayman aufs Tonband, 30 Stunden lang. Solche vielbeschäftigten »privilegierten Zeugen der Zeit«, sagt Glayman, »haben kaum Zeit Bücher zu schreiben, aber es wäre doch schade, wenn das, was sie wissen, verlorenginge«.«