Monica Lewinsky Später Sieg
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Seit den Neunzigerjahren war Monica Lewinsky, 50, eine unfreiwillige Berühmtheit. Wegen ihrer Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton wurde sie mit Häme überschüttet. Nun rächte sich die ausgebildete Psychologin und bewies Humor. In den sozialen Medien teilte sie aus einem Taylor-Swift-Song die Zeile »Du würdest es nicht eine Stunde in dem Irrenhaus aushalten, in dem sie mich aufgezogen haben« – und stellte eine Ansicht vom Weißen Haus dazu. Diese Botschaft wurde millionenfach wahrgenommen und geradezu euphorisch kommentiert. Eine Nutzerin bedauerte auf Instagram, wie sie »in der Vergangenheit geurteilt habe«, sie bewundere Lewinsky, »denn das, was du durchgemacht hast, kann nicht jeder so verkraften wie du! ❤️😢🙌«. Lewinsky trat 1995 nach dem College ein Praktikum im Weißen Haus an, wo ihr Clinton viel zu nahe kam. Eine verräterische Vertraute Lewinskys ließ die Affärenbombe platzen. Zunächst stritt Clinton alles ab, doch die Beweise sprachen gegen ihn. Heute würde man wohl von einem #MeToo-Fall sprechen, damals wurde die Leidtragende verspottet. Nun dreht Lewinsky das Machtgefälle offenbar um. Clinton ist nicht mehr der Siegertyp, sie aber laut ihren Fans eine »lebende Legende«.