Filmkritik Monster Mann
Die Männer sind alle Verbrecher.
und darum wollen drei amerikanische Mädchen mit ihnen ins Gericht gehen: Jackie, die Militante von der Women's Lib, die nymphomane sowie lesbische Holly, und Candy, die Blonde aus gutem Hause, die nach Hollywood will, »solange es Hollywood noch gibt.
Sie gründen die Frauen-Befreiungs-Liga »Pim« ("Politisch interessierte Mädchen"), und Jackie, ums nötige Geld besorgt, schwatzt einer alsbald verscheidenden Mrs. Fitzpatrick einen Blanko-Scheck ab. Doch die Bewegung reicht nicht weit.
Monate später sieht man die Mädchen wieder: Candy hat's nur zum Photomodell und Produzenten-Liebchen gebracht; Holly, wie immer voll, torkelt an einem kalten Wintertag mit anderen Säufern durch die Bowery; und Jackie, die das Geld statt der Liga einem Strichjungen anvertraut hat, sitzt mit dessen Baby da, einem, das stets brüllt. Das ist seit mehreren Jahren einer der ausgelassensten, freiesten Filme aus Andy Warhols »Factory wohl deshalb, weil Warhol nicht (wie in »Flash« und »Trash") untätig dabeistand und seinem Kommerz-orientierten Jünger Morrissey allein das Drehen überließ.
Tückisch veralbern die drei Mädchen den Trubel um Sex und Emanzipation. machen Faxen aus den Sprüchen um die Ausbeutung durch das Monster Mann und malen, mit Verve und Witz, hinreißende Parodien moderner Suffragetten.
Kunststück: Die drei Mädchen sind Transvestiten.