Moroder vertont »Metropolis« - DER SPIEGEL
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Moroder vertont »Metropolis«

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• aus DER SPIEGEL 22/1984
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Fritz Langs Stummfilm-Klassiker »Metropolis« (1926) ist eine schwarze Utopie: im Zwei-Kasten-Staat des Diktators Johann Fredersen vegetieren Arbeiter-Marionetten in unterirdischen Maschinensälen und vergnügen sich die Reichen in luxuriösen Gärten. Giorgio Moroder, 44, ist zur Zeit der international begehrteste Film-Komponist ("Flashdance"), mit einem Dollar-sicheren Instinkt für Klänge, die ins Ohr gehen. Passen Fritz Langs proletarischer Expressionismus und Moroders Synthesizer-Discosound zusammen? Moneymaker Moroder, natürlich, glaubt das. Und so hat er, angespornt vom großen Erfolg, den die Neuvertonung von Abel Gances »Napoleon« beim amerikanischen Publikum hatte, nun »Metropolis« mit einem frischen Soundtrack unterlegt. Ergebnis: Anstelle der ursprünglichen Filmmusik nach einer Partitur von Gottfried Huppertz ertönt nun ein Moroder-Zyklus von acht Pop-Songs: Billy Squier singt »Cage of Freedom« und Bonnie Tyler »Here She Comes«.

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