Museen
Die Abteilung für amerikanische Architektur im New Yorker Metropolitan Museum, bisher auf dem Stand von 1815, wird modernisiert. Soeben kaufte das Museum gleich ein ganzes Haus: ein seiner ländlichen Erscheinung wegen so genanntes »Prärie-Haus«, vom -- 1959 gestorbenen -- US-Architekten Frank Lloyd Wright 1915 in Wayzata, Minnesota, errichtet. Dem Vor-Eigner, einer Familie Stevenson, hatte das Kunstinstitut für die weithin gerühmte Wright-Hütte weniger als ein »Zwanzigstel des Preises für ein erstklassiges Gemälde« erlegen müssen. Jetzt will es, uneigennützig, kleinere Räume anderen Museen zum Kauf anbieten, das Prunkstück jedoch, den Wohnraum des Hauses (Met -- Kustos Heckscher: »Atemberaubend") im eigenen »Amerika-Flügel« zur Schau stellen. Mit dem Billig-Verkauf des Wright-Frühwerks sind die Stevensons immerhin zwei Sorgen los: die »immer teurer werdende« Unterhaltung der Nobel-Architektur und die Plage mit unangemeldeten Besuchern. Denn die »wurden am Ende wirklich zum Ärgernis«.