Aufsteigender Hip-Hop-Star Emo-Rapper Lil Peep ist tot
Im Sommer hatte er sein erstes Album veröffentlicht, hatte über seinen YouTube-Channel Millionen von Klicks eingesammelt und wurde von der Musik-Webseite Pitchfork als "Zukunft des Emo" bezeichnet. Aber zu einer großen Karriere wird es nicht kommen. Lil Peep, mit bürgerlichem Namen Gustav Åhr, ist offenbar mit nur 21 Jahren gestorben.
Das meldet unter anderem der Branchendienst "Billboard" . Die Todesursache ist nicht bekannt. In seinen Texten rappte Lil Peep oft über seine Depressionen und seinen Konsum verschreibungspflichtiger Medikamente, ein Song trägt den Titel "Drugz". Sein Manager Chase Ortega reagierte auf die Nachricht, dass Åhr mit einer Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert wurde, mit dem Tweet: "Ich habe diesen Anruf schon das ganze Jahr erwartet."
Lil Peep hatte zunächst einzelne Songs auf Soundcloud veröffentlicht, es folgten Mixtapes und Videos auf YouTube, wo Songs wie "Fader" und "Benz Truck" millionenfach gesehen wurden. Das Video zur Single-Auskopplung "Awful Things" aus seinem Album-Debüt "Come Over When You're Sober (Pt. 1)" brachte es sogar auf über zehn Millionen Klicks. Åhrs hochemotionale Lyrics sprachen vor allem Teenager an.
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Der auf Long Island, New York geborene Amerikaner verarbeitete in seiner Musik Einflüsse aus Trap-Hip-Hop und dem eigentlich der Rockmusik zugerechneten Emo-Punk. Für seine Songs nutzte er oft Samples von Indie-Bands wie The Postal Service oder Blink-182. Sein auffälliger Kleidungsstil und seine extravaganten Tattoos machten ihn auch zur aufstrebenden Mode-Ikone. Er absolvierte Laufstegauftritte für Marken wie Fendi und ließ sich von Starfotograf Mario Testino für das Cover des "V"-Magazins ablichten.
Stunden vor seinem Tod hatte Lil Peep, auf Tourneestation in El Paso, Texas, noch ein Video auf Instagram veröffentlicht, in dem er angibt, sechs Xanax-Tabletten genommen zu haben, ein hochwirksames Beruhigungsmittel. Seinen Fans rief er dennoch zu: "I'm good, I'm not sick."