Nach Echo-Eklat Plattenfirma setzt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang aus
Kollegah und Farid Bang bei der Echo Verleihung.
Foto: Andreas Rentz/ Getty ImagesNach der umstrittenen Echo-Verleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang will ihre Plattenfirma vorerst keine weiteren Lieder mit den Musikern produzieren. "Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen", sagte Vorstandschef Hartwig Masuch laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" .
"Wir entschuldigen uns bei den Menschen, die sich verletzt fühlen", sagte er der Zeitung. Das kontrovers diskutierte Album "Jung Brutal Gutaussehend 3" der beiden Rapper enthält Textzeilen, die als antisemitisch kritisiert werden. So heißt es dort "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow".
BMG-Vorstandschef Masuch nahm die beiden Musiker gegen den Vorwurf des Antisemitismus in Schutz. "Meine Mitarbeiter und ich stehen mit den Künstlern in Kontakt, und die distanzieren sich klar von jeder Form von Antisemitismus. Das tun wir auch", sagte er laut dem Zeitungsbericht. Allerdings räumte er ein, dass er die Zeilen geschmacklos finde.
Am vergangenen Donnerstag waren Kollegah und Farid Bang beim Echo für "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" ausgezeichnet worden. Dass diese Musik beim Echo preiswürdig ist, hatte heftige Kritik und eine Debatte über Antisemitismus ausgelöst. Mehrere Echo-Preisträger, darunter Marius Müller-Westernhagen, kündigten an, ihre Trophäen aus Protest zurückzugeben.
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