Bohlens Musical-Plan: "Traum zweier Bekloppter" - DER SPIEGEL
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Bohlens Musical-Plan "Traum zweier Bekloppter"

Zwei Bücher und ein Zeichentrickfilm scheinen dem stets auf Selbstprofilierung erpichten Pop-Produzenten Dieter Bohlen noch nicht zu reichen: Einem Zeitungsbericht zufolge will der Hamburger jetzt auch die Musical-Bühne erobern - mit einem Stück über Modern Talking.
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Hamburg - "Ich habe wirklich viel erlebt, jeder kennt meine Songs - ich habe da ein hammermäßig gutes Gefühl", sagte der 52-Jährige der "Bild am Sonntag". Der Zeitung zufolge verhandele Bohlen zurzeit mit den Veranstaltern der Erfolgsmusicals "Dirty Dancing" und "König der Löwen" in Hamburg über eine Bohlen-Bühnenrevue. Vor einer endgültigen Entscheidung würden jetzt verschiedene Drehbuchfassungen gemacht, zitiert das Blatt Bohlen.

Es gehe in dem geplanten Muscial "um den Traum zweier Bekloppter", verriet der Produzent. "Der eine kommt aus Koblenz, heißt Thomas Anders, der andere aus Oldenburg, heißt Bohlen - und beide haben ein Ziel: 'Wir wollen die Welt erobern'. Die beiden wurden ausgelacht, haben gekämpft - und es als 'Modern Talking' allen gezeigt", betonte er. Die Zuschauer sollten sich aber auch über seine Fehler amüsieren können.

Für seine Rolle müsse jemand richtig gut singen können, sagte der nicht unbedingt für seine Gesangskunst berühmte Bohlen. Er könnte sich hierfür Matthias Reim vorstellen, wahrscheinlich auch wegen gewisser optischer Ähnlichkeiten. Grundsätzlich könnten aber auch alle Betroffenen ihre Rollen selbst spielen, so Bohlen. Der Zeitung zufolge könnte das Werk in anderthalb Jahren auf die Bühne kommen.

Bohlen, der bereits eine Biographie ("Nichts als die Wahrheit"), eine Sprüchesammlung ("Meine Hammersprüche") veröffentlichte und einen Zeichentrickfilm über sich drehen ließ, ist davon überzeugt, dass das Projekt ein Erfolg werden könnte. "Als ich mit den Büchern kam, haben viele gesagt: Keiner, der ein Buch liest, wird sich etwas von Bohlen kaufen. Als ich mit 'Dieter - Der Film' kam, hieß es: Keiner, der Filme sieht, schaut sich so etwas an." Am Ende seien die Bücher Bestseller gewesen, und den Film hätten mehrere Millionen Zuschauer gesehen. "Jetzt reizt mich das Musical".

bor/ddp